Artikel
Leben im Hybrid
Markthal Rotterdam
Wohnzeile plus Wohnzeile plus Wochenmarkt gleich bewohnbare Markthalle? In bester niederländischer Manier schieben MVRDV Typologien zusammen, die bislang nicht zusammengehörten. Ohne Scheu vor der Großform ist in Rotterdam etwas Realität geworden, das anderswo Konzept geblieben wäre.
Gedenkstätte Hohenschönhausen in Berlin
Präsident und Bischof
„Das ist eklatantes Unrecht!“
Interview mit dem Kurator der Ausstellung „Geraubte Mitte“
Nach der viel beachteten Ausstellung „Berlins vergessene Mitte“ (2010) beschäftigt sich das Stadtmuseum erneut mit der Geschichte Alt-Berlins. Ab 1933 wurde hier – wie im gesamten Deutschen Reich – der Grundbesitz jüdischer Bürger „arisiert“, besser gesagt: enteignet.
Zukunftsraum Land?
Das Leben auf dem Land ist nicht idyllisch. Landflucht ist die Flucht vom Land, nicht die Flucht aufs Land. Siedlungen in ländlichen Regionen Deutschlands, vor allem im Nordosten, lösen sich zunehmend auf. In einem Teufelskreis bedingen sich Wegzug der Jugend und Verfall der Dorfstrukturen, in politischer und sozialer aber auch infrastruktureller und baulicher Hinsicht gegenseitig. Mit dieser Ausgabe der Stadtbauwelt verlassen wir die gewohnten Pfade und gehen auf Landpartie.
Editorial
Wie sieht es eigentlich bei denen aus, die täglich über gutes Bauen nachdenken? Um das herauszufinden, haben wir im Sommer über 200 Architekten gebeten, uns dreierlei zuzusenden: ein Foto des Gebäudes, in dem sich ihr Büro befindet; ein Innenraumfoto; eine Grundrisszeichnung im Maßstab 1:100, in der die Arbeitsplätze der Inhaber markiert sind.
„Vielleicht werden unsere Häuser bald gebaute Bilder sein“
Jan Bitter und Jens Ludloff über Architekturfotografie
Zur Finissage der Ausstellung „Architektur + Fotografie II“ veranstaltete die Architektur Galerie Berlin eine Podiumsdiskussion mit dem Architekturfotografen Jan Bitter, dem Architekten Jens Ludloff (Ludloff Ludloff, Berlin) und dem Bauwelt-Redakteur Nils Ballhausen. Die Frage „Wie funktioniert Architekturfotografie?“ beleuchtete das Zusammenspiel zwischen Planer, Fotograf und Medien – ein Auszug.
Den Holzbau radikalisieren
Wohnungsbau in Berlin
In Berlin-Pankow hat das Institut für urbanen Holzbau einen Prototyp errichtet, der den Holzsystembau als günstige Lösung für innerstädtische Lagen propagiert. Einmal mehr erweist sich das Modell der Baugruppe als treibende Kraft – für innovative Konstruktionen, aber auch für die Erneuerung des Berufsbilds des Architekten.
Raster oder Vorhang?
Fassadengestaltung der Charité in Berlin
Das Bettenhochhaus der Universitätsklinik Charité ist eine städtebauliche Dominante in Berlin-Mitte. Das 1982 errichtete Gebäude soll bis 2016 saniert und um einen Neubau für OP-Bereich und Intensivmedizin erweitert sein. Dazu fand im Oktober 2011 ein VOF-Verfahren zur Findung eines Generalplaners statt (Sieger: Stefan Ludes Architekten, Berlin).
Unser Ersatzschloss
Wer sich angesichts der fertig gestellten „Humboldt-Box“ über verstellte Sichtachsen beschwert, wird erst recht seine Schwierigkeiten mit dem „Humboldt-Forum“ haben. Wer sich über ihre Architektur beklagt, sollte wissen, dass es in Berlins historischer Mitte vielleicht besser proportionierte, aber kaum ehrlichere Bauten gibt. Warum belassen wir es nicht einfach dabei?
„Manche Bewegungen wird man erst später verstehen.“
Interview mit dem Associate Partner von BIG Kai-Uwe Bergmann
Kai-Uwe Bergmann (*1969). Als Fünfjähriger mit den Eltern in die USA ausgewandert. Architekturstudium an der University of California in Los Angeles. 2002 bis 2004 Projektleiter bei Baumschlager & Eberle, danach bei C.F. Møller. 2006 Einstieg bei BIG, dort seit 2009 Associate Partner.