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Artikel

21. November 2020 mit Rico Bandle
TagesAnzeiger

Soll Zürich den Pfauensaal opfern?

Die Stadt Zürich muss das Schauspielhaus modernisieren und will dafür den geschichtsträchtigen Theatersaal zerstören. Nötige Erneuerung oder Verrat am historischen Erbe?

Fast so wichtig wie die Frage, welches Theaterstück auf dem Programm steht, ist für mich die Frage, wo es gespielt wird. Gross ist die Vorfreude, wenn es im Schiffbau gegeben wird; bescheiden hingegen, wenn der Abend im Pfauen stattfindet. Das hat, so seltsam es klingen mag, technische Gründe.

Schon...

15. Januar 2017 TagesAnzeiger

Hamburg, Bilbao – wo bleibt Zürich?

Hamburg wird von der Elbphilharmonie auch in touristischer Hinsicht profitieren. Im Wettbewerb der Metropolen spielt Architektur eine immer grössere Rolle.

«Wir packen Hamburg wieder auf die Karte», rappt Gzuz auf dem aktuellen Album der Band Beginner. Im Video zur Musik rast die Kamera schwarzweiss durch den Hamburger Hafen, und im Hintergrund taucht immer wieder die neue Elbphilharmonie auf – quasi als Zeichen und Beleg für die These, dass sich die Millionenstadt...

13. September 2014 TagesAnzeiger

«Bloss keine zweite Europaallee»

Der renommierte Architekturtheoretiker Vittorio Magnago Lampugnani sieht im geplanten Hochschulgebiet an der Rämistrasse eine Chance für Zürich. Bildungsinstitutionen auszulagern, sei der falsche Weg.

In den 70er-Jahren hat man Teile der Universität Zürich und der ETH an den Stadtrand verlegt. Ist es nun sinnvoll, dass man Fakultäten wieder ins Zentrum zurückholt?
Aus meiner Sicht ist das unbedingt sinnvoll. Universität, ETH und das Universitätsspital gehören ins Zentrum der Stadt. Zunächst ganz...

29. Oktober 2010 TagesAnzeiger

«Wenn Le Corbusier Antisemit ist, sind Herzog und de Meuron Kommunisten»

Der grosse Schweizer Fotograf René Burri zeigt die Jahrhundertkünstler privat: Picasso liegt im Bett, Le Corbusier geht in Finken. Wie schaffte er das?

«Immer wieder bin ich gegen eine Wand gerannt, und immer wieder lag ich am Boden. Doch wenn du angezählt wirst, musst du aufstehen und weitermachen. Burri, weiter gehts!, sagte ich mir stets.» Und dann lacht er, wie so oft an diesem Nachmittag, sein ansteckendes Lachen. René Burri hat auch mit 77 Jahren...

30. September 2010 TagesAnzeiger

Dürfen Geistesgrössen irren?

Le Corbusier wird als «Antisemit» zur Unperson erklärt – wie schon andere vor ihm. Kein Grund, sie abzuschreiben, meint Guido Kalberer.

Louis-Ferdinand Céline, einer der grössten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, war ein glühender Antisemit. Martin Heidegger, einer der grössten Philosophen des 20. Jahrhunderts, liess sich 1933 von den Nationalsozialisten zum Rektor der Universität Freiburg im Breisgau wählen. Und nun verliert auch...

7. Juni 1999 TagesAnzeiger

Gibt es überhaupt eine faschistische Ästhetik?

Eine interdisziplinäre Tagung an der Universität Zürich beschäftigte sich mit dem Thema „Faschismus im Spiegel von Kunst und Kultur“. Faschistische Ikonografie - was ist das?