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Details

Adresse
Piazza Bernardino Luini, 6, 6900 Lugano, Schweiz
Architektur
Ivano Gianola
Maßnahme
Neubau, Erweiterung
Wettbewerb
2002
Fertigstellung
2015
Eröffnung
2015

Links

Lugano Arte e Cultura: http://www.luganolac.ch

Karte

Presseschau

28. September 2015 Moriz Weber
Neue Zürcher Zeitung

Beste Voraussetzungen

Der neue Saal im Kulturzentrum Lugano Arte e Cultura bietet für grosse Sinfoniekonzerte eine ausgezeichnete Akustik. Musikalisch hinterliess das Eröffnungskonzert einen weniger guten Eindruck.

Es ist so weit: Zwei Wochen nach der Eröffnung des Lugano Arte e Cultura (LAC) wurde auch der neue multifunktionale Saal dieses Kulturzentrums offiziell eingeweiht, mit einem klassischen Sinfoniekonzert. Ein lang ersehnter Wunsch ist damit für viele in Erfüllung gegangen, gleichzeitig ist es eine grosse...

12. September 2015 Roman Hollenstein
Neue Zürcher Zeitung

Auferstanden aus Ruinen

Heute wird das neue Kulturzentrum von Lugano (LAC) eröffnet. Obwohl architektonisch nicht durchwegs überzeugend, dürfte es als Leuchtturm des Tessiner Kunstlebens weit über Lugano hinaus ausstrahlen.

Lugano, die Königin des Ceresio, ist noch immer eine Perle unter den Städten unseres Landes – und dies, obwohl sie mit jedem in ihr Weichbild gewuchteten Neubau etwas mehr von ihrem mediterranen Charme verliert. Man schaue sich nur das vom Lokalmatador Giampiero Camponovo erdachte, glasgrüne Monster...

11. September 2015 Peter Jankovsky
Neue Zürcher Zeitung

Der Leuchtturm der «Stadt Tessin»

Das Luganer LAC öffnet seine Tore: Es soll sich zum Zentrum eines Kulturnetzes entwickeln, welches das ganze Tessin umspannt. Dies weckt bei den Kulturakteuren des Südkantons gemischte Gefühle.

Es ist eine simple Frage: Welche kulturelle Einrichtung im Tessin strahlt hell und klar in die Deutschschweiz und ins Ausland aus? Natürlich das Filmfestival Locarno – alle anderen Tessiner Kulturanlässe müssen weit hintanstehen. Doch nun öffnet das LAC (Lugano Arte e Cultura) seine Tore, und der Südkanton...

11. September 2015 Peter Jankovsky
Neue Zürcher Zeitung

Schub für das Tessiner Kulturleben

Das neue Kulturzentrum Luganos, das LAC, öffnet seine Tore. Es soll zum überregionalen Angelpunkt von Kunst und Kultur werden – und zu einem Wirtschaftsfaktor, der den flauen Tourismus belebt.

Der eine Teil erinnert an einen gigantischen Schiffsrumpf. Die andere Hälfte wird von einer nicht minder riesigen Eingangshalle aus Glas beherrscht. Dazu gesellt sich als integraler Bestandteil die Fassade des 1855 errichteten Luxushotels «Grand Palace», das als Brandruine etliche Jahre Luganos Seepromenade...

1. Oktober 2004 Roman Hollenstein
Neue Zürcher Zeitung

Ein Kulturzentrum am See

Ivano Gianolas Projekt für Lugano

Zwei Themen beherrschen derzeit den Architekturdiskurs: der skulpturale, Image prägende Solitär und das Bauen im Bestand. In diesem Spannungsfeld soll in Lugano das ehemalige Palace-Hotel, der vornehmste Zeuge der frühen Tessiner Tourismusgeschichte, zu einem Kulturzentrum erweitert werden. Das im Juli 2002 gekürte Wettbewerbsprojekt des für seine Um- und Ergänzungsbauten in Mendrisio, Plochingen und München bekannten Ivano Gianola aus Mendrisio umfasst sowohl ein Sanierungskonzept für die denkmalgeschützten Fassaden des Palace und dessen Umbau in ein Wohn- und Geschäftshaus als auch einen zeichenhaften Neubau - bestehend aus einem Theatersaal, einem Kunstmuseum und einer grossen Eingangshalle, die als Scharnier zwischen den kulturellen Polen, der Piazza am See und dem hangseitigen Park dienen soll.

Mit dem Bau könnte nach der Mitte Dezember stattfindenden Versteigerung der Palace-Ruine, die von einen Investor revitalisiert werden soll, begonnen werden. Dabei sind die erhofften Einnahmen von mindestens 20 Millionen Franken als Starthilfe für den auf gut 150 Millionen Franken veranschlagten Neubau gedacht. Doch nun droht dieses grösste Kulturprojekt des Tessins wegen des jüngst ins Spiel gebrachten, höchst wünschenswerten Kaufs der Villa Favorita um seinen Museumsflügel amputiert zu werden. Dass dies Gianolas Entwurf nicht nur inhaltlich, sondern auch in seiner städtebaulichen und architektonischen Aussage beeinträchtigen würde, zeigt gegenwärtig eine Ausstellung in der Villa Saroli in Lugano. Sie dokumentiert anhand von Plänen und Maquetten das von Gianola überarbeitete Projekt, dessen neues, teilweise in den Hang eingelassenes Volumen dasjenige des Altbaus weit übertrifft. An einem grossen Modell lässt sich der flexible Theatersaal studieren, der sich in ein Kino, in einen Kongressraum oder in einen Konzert- und Opernsaal verwandeln lässt. Mit zwei übereinander liegenden, entfernt an Herzog & de Meuron erinnernden Oberlichtgeschossen überrascht der Museumstrakt. Ohne diesen skulptural den neuen Platz vor dem Palace einfassenden Bauteil würde die auf erfrischende Weise von modischen Attitüden freie Anlage, die Elemente von Louis Kahn und Le Corbusier mit Ideen des Tessiner Rationalismus vereint, zum Fragment. Dabei gäbe es in Lugano mit dem städtischen und dem kantonalen Kunstmuseum, der Villa Malpensata und der Brignoni-Sammlung genügend Kunstinstitutionen, welche in den Galerien der Villa Favorita und des neuen Palace ideale Räumlichkeiten finden könnten.

Die Ausstellung ist bis 5. November montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr 45 und von 14 bis 16 Uhr 45 zugänglich.