Bauwerk

Siedlung Frieden
pool Architekten - Zürich (CH) - 2013
Siedlung Frieden, Foto: pool Architekten
Siedlung Frieden, Foto: pool Architekten
Siedlung Frieden, Foto: pool Architekten

Seniorenwohnanlage in Zürich

17. Dezember 2007
Entlang der Wehntalerstrasse bildet die neue Siedlung mit Alterswohnungen, Kinderkrippe und Eltern-Kind-Zentrum ein lokales Zentrum in der Mitte von Affoltern. Aufgrund der lockeren Bebauungsstruktur und der starken Durchgrünung besteht ein einer Gartenstadt ähnliches Raumgefüge. Dieser Aspekt wird von drei in der Höhe abgestuften Baukörpern aufgenommen, welche zueinander versetzt sind und so in alle Richtungen freie Durchblicke erlauben. Die Sockel nehmen die publikumsnahen Nutzungen auf. Sie sind so zueinander angeordnet, dass im Erdgeschoss klar definierte Freiräume unterschieden werden können: Zum Park hin ein öffentlicher Platz unter einem Baumdach, zu den niedrigen Doppeleinfamilienhäusern im ruhigen und geschützten Bereich hin die Spielwiese der Kinderkrippe, an der Neuwiesenstrasse die Parkplätze. Der Gemeinschaftsraum, der Treffpunkt im Eltern-Kind-Zentrum und der Eingang der Kinderkrippe sind übereck zueinander angeordnet und bilden so im Zentrum der Siedlung einen wichtigen Begegnungsort. Die Eingänge der Wohnhäuser sind an den publikumsnahen Rändern der Siedlung positioniert, um eine gute Auffindbarkeit und Übersichtlichkeit zu garantieren. So bleibt den Bewohnern freigestellt ob sie am gemeinschaftlichen Leben der Siedlung teilhaben wollen oder nicht.

Durch die Anordnung der Wohnungen in den Gebäudeecken profitiert jede Einheit von der Eckposition und dem Ausblick in verschiedene Richtungen. Die längs der Fassaden organisierten Wohnungen erlauben eine optimale Belichtung der Räume. Die Wohnungen werden jeweils über eine räumlich abgetrennte Garderobe betreten. Von der Garderobe öffnet sich der Blick über die Raumdiagonale des Wohnraumes zur Fassade und der Aussicht. Ein zweiseitig zugängliches Schrankmöbel dient der Raumabtrennung, integrierte Schiebetüren erlauben es, den Wohnraum über die Fassade mit dem Schlafzimmer zu verbinden. Alternativ lässt sich anstelle der Schiebetüre auch eine Flügeltüre einsetzen. Die Küche ist in einer Raumnische eingefügt und kann mit einer Faltwand vom Wohnraum abgetrennt und unabhängig benutzt werden. Die Bäder sind behindertengerecht. Mit diesen Maßnahmen wird die Wohnlichkeit (helle Räume, Nischen, Holzschränke) mit einer größtmöglichen räumlichen Flexibilität kombiniert. Die durch Seitenwände von Wind und Lärm geschützten Balkone können jeweils vom Schlafzimmer wie auch dem Wohnzimmer begangen werden. Die Balkone sind geschossweise zueinander versetzt, so dass ein geschützter wie auch ein offener zweigeschossiger Außenraum mit guter Besonnung entsteht. Der gewünschte Wohnungsmix aus Zweizimmerwohnungen und kleinen Dreizimmerwohnungen wird auf jedem Geschoss angeboten. Durch den geschossweisen Wechsel der Wohnungen können die einzelnen Wohnungstypen mit unterschiedlichen Orientierungen angeboten werden.

Aufgrund der einfachen und über alle Geschosse gleich bleibenden statischen Grundstruktur, lassen sich die Baukörper auch in Zukunft neuen Wohnvorstellungen anpassen. Die mittig liegenden Sanitärkerne und die Fassade sind tragend ausgebildet, dazwischen werden die Räume frei eingeteilt.

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Für den Beitrag verantwortlich: Architektur + Wettbewerbe

Ansprechpartner:in für diese Seite: Arne Barthaw[at]kraemerverlag.com

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