Bauwerk

Volksschule Grafenstein, Zubau
Christa Binder, Robert M. Morianz - Grafenstein (A) - 2002
Volksschule Grafenstein, Zubau, Foto: Christa Binder
Volksschule Grafenstein, Zubau, Plan: Christa Binder
19. Februar 2008 - Architektur Haus Kärnten

Zufall, Schicksal? Die Beziehung des Ortes zur Baukunst ist legendär. Auf einer Zugfahrt lernte der Bürgermeister den berühmten Clemens Holzmeister kennen. Die Herren verstanden sich, so erhielt Grafenstein nach des Meisters Plänen zuerst einen Friedhof mit Kapelle, dann eine Schule, die als Raumschöpfung beeindruckt, auch allseits geschätzt ist, wie die Straßenbenennung zeigt. Für den Zubau war also eine ziemliche Latte gelegt, darüber war niemand im Unklaren. Über einen Wettbewerb entwickelt, bietet der Neubau einen Hort, Musikproberäume und einen Saal für Musikschule und Vereine. Das Volumen ist mit Abstand vor die Südostseite der Schule gestellt, verbunden über einen verglasten, abgewinkelten Gang, der zwischen Alt und Neu einen Hofbereich definiert. Als Antwort auf Holzmeisters Massivbau mit Fensterbändern, Lochfassade und bewegtem Dach bringt der Zubau eine ruhige, horizontale Kontur und feine Wandscheiben, die die in transluzente, transparente und emaillierte Gläser geteilten Fassaden
rahmen. (Text: Otto Kapfinger)

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Für den Beitrag verantwortlich: Architektur Haus Kärnten

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