Bauwerk

Pädagogische Hochschule Salzburg - Sanierung und Erweiterung
riccione architekten - Salzburg (A) - 2020
Pädagogische Hochschule Salzburg - Sanierung und Erweiterung, Foto: Gregor Graf
Pädagogische Hochschule Salzburg - Sanierung und Erweiterung, Foto: Gregor Graf
5. Februar 2021 - Initiative Architektur
Das im Stadtteil Nonntal gelegene Gebäudeensemble, in dem sich die Pädagogische Hochschule Salzburg befindet, stammt aus den 1960er Jahren. Ziel des langjährigen Planungsprozesses war es, den Charakter der Plattenbauten an der Akademiestraße zu erhalten und den Bestandsbau im Sinne der Nachhaltigkeit mit neuem Leben zu füllen und in eine zeitgemäße Bildungseinrichtung zu transformieren. Der Umgestaltungsprozess wurde als Gestaltungsprinzip weitergeführt: Sichtbare Rohdecken, offene Leitungsführungen und unverputzte Wandflächen machen die Veränderungen ablesbar.

Die vorhandene Struktur bot ein hervorragendes Gerüst für die Neunutzung mit einem offenen Grundrisskonzept. Die zwei Hochschulgebäude in der Akademiestraße 23-25 wurden bis auf die Tragkonstruktion zurückgebaut und die Räume neu angeordnet. Das Dachgeschoß von Haus 23 (Ost) wurde komplett abgetragen und als Vollgeschoß neu errichtet. Außerdem wurde Barrierefreiheit hergestellt und ein überarbeitetes Brandschutzkonzept umgesetzt. Die Betonträger/-stützen-Konstruktion erlaubt eine freie Einteilung des Raumprogramms und der offenen Bereiche. Es wurde auf größtmögliche Transparenz und Flexibilität Wert gelegt. Die metallenen Sonnenschutzläden sind die einzige sichtbaren Veränderung am Äußeren der Bestandsgebäude. Die zarte Streckmetallkonstruktion steht im Kontrast zu den Betonplatten der Fassade.

Die notwendigen Erweiterungsflächen wurden in einem ebenerdigen Verbindungsbau untergebracht, der die beiden Bestandsbaukörper verbindet. Er bietet Platz für ein neues Entrée, eine vielfach nutzbare Foyerlandschaft, Buffet mit Speisesaal, Seminarräume sowie einen zweigeschoßigen Hörsaal. Der Saal ist räumlich das „Kernstück“ des Projekts und reicht bis ins Untergeschoß. Mobile Trennwände und eine erweiterbare Bühne ermöglichen unterschiedlichste Veranstaltungen. Das neue Verbindungsdach über der Erweiterung wird als Trägerraster aus Stahlbeton konstruiert, der weitläufige, stützenfreie Raumzonen erlaubt. Die Konstruktion in Sichtbeton ist gleichzeitig die bestimmende Raumstruktur des Neubautrakts. Die Perforation des Rasters für Innenhöfe und Oberlichten sorgt für Zonierung und die Belichtung des tiefen Grundrisses, sowie für offene Aufenthalts- und Kommunikationsbereiche. (Text: Architekten, bearbeitet)

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Für den Beitrag verantwortlich: Initiative Architektur

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