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WOCHENSCHAU
02 Welterbe Kandidat: Siedlungen der Berliner Moderne | Ulrich Brinkmann
03 Vélib’. 20.000 Fahrräder für Paris | Sebastian Niemann
03 100 Jahre Kaiser-Wilhelm-Brücke in Wilhelmshafen | Bettina Maria Brosowsky
04 Architektur in Kroatien von 1930 bis heute
04 Jugendstil aus der Sammlung des Museums für Gestaltung Zürich | Hubertus Adam

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06 Lückenbüßer Wolfgang Kil

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10 BioMedical Center der LMU München | Jochen Paul
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14 Bioquant in Heidelberg Friederike Meyer
22 Biotechnologische Fakultät in Turin | Alessandro de Magistris
30 Campusbebauung I der FH Frankfut am Main | Christoph Bodenbach

REZENSIONEN
37 Humboldt-Forum. Zu Fragen der Rekonstruktion und der räumlichen Konzeption des Berliner Schlosses | Peter Rumpf
37 Wechselseitig. Zu Architektur und Technik | Anja Nelle
38 Building. 3000 Years of Design, Engeneering and Construction | Karl J. Habermann
38 Fassaden. Prinzipien und Konstruktion | Anja Nelle

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Artikel

24. August 2007 Ulrich Brinkmann
Bauwelt

Welterbe Kandidat: Siedlungen der Berliner Moderne

140.000 Wohnungen in sieben Jahren – die Hinter­lassenschaft des Sozialen Wohnungsbaus im Berlin der Weimarer Republik ist allein aufgrund ihrer schieren Masse ein Erbe, das vergleichbare Leistungen jener architektonischen und städtebaulichen Umbruchszeit im deutschsprachigen Raum weit überragt: Hamburg und Wien schafften bis 1933 immerhin fast halb so viel, die ebenfalls für ihr Wohnungsbauprogramm berühmten Städte Frankfurt/M. und Magdeburg nur einen Bruchteil (15.000 bzw. 12.000 Wohnungen). Dass die Unesco über den Antrag berät, sechs der damals unter Stadtbaurat Martin Wagner von Architekten der Avantgarde geschaffenen Siedlungen als Weltkulturerbe anzuerkennen – Falkenberg (1913–16), Schillerpark (1924–30), Huf­eisensiedlung (1925–30), Wohnstadt Carl Legien (1928–30), Weiße Stadt (1929–31), Ringsiedlung Siemensstadt (1929–34) –, ist aber noch anderen Gründen geschuldet: der sozialen und künstleri­schen Qualität dieser Anlagen und der jahrzehntelangen Er­fahrung ihrer denkmalgerechten Pflege.

24. August 2007 Wolfgang Kil
Bauwelt

Lückenbüßer

Aschersleben ist eine typische ostdeutsche Schrumpfstadt. Die IBA Stadtumbau 2010 antwortet darauf mit Kunst. Die wiederum kokettiert mit dem Bösen, bis es tatsächlich zuschlägt. Ein Kultur-Krimi aus der inneren Peripherie.

Es gibt Städte, die haben es wirklich nicht leicht. Sie liegen nicht im sonnigen Süden, das Land ringsum ist arm, und bis zur nächsten Metropole ist es weit. So eine Stadt ist Aschersleben: Mit über 1250 Jahren älteste Stadt im heutigen Sachsen-Anhalt, im frühen 20. Jahrhundert kräftig industrialisiert, im Krieg mäßig beschädigt, das Übriggebliebene zu DDR-Zeiten in üblicher Weise vernachlässigt. Dann die „Wende“ mit dem ebenfalls üblichen Verlust aller Industrie, dafür floss endlich Geld in die Altstadt. Die einstige Bedeutung im Städtenetz zwischen Saale, Elbe und Harz war trotzdem nicht zu halten. Aschersleben kann als typisches Beispiel einer ostdeutschen Schrumpfstadt gelten. Von 32.500 Einwohnern im Jahr 1990 sind heute 25.800 noch da, also grob gerechnet: Bald jeder Vierte ist weg.

24. August 2007 Christof Bodenbach
Bauwelt

Dopelte Schale, roter Kern

Im Halbrund legt sich der sogenannte Alleenring nördlich um die Frankfurter Innenstadt. Hier stehen, wie an einer Schnur aufgefädelt, Zeugnisse diverser Architekturmoden des 20. Jahrhunderts. Da gibt es die elegante Oberfinanzdirektion aus den Fünfziger Jahren, die brutalistische Bundesbank aus den Siebzigern, die postmoderne Deutsche Bibliothek aus den Achtzigern und das rationale Polizeipräsidium aus den Neunzigern. Mit dem ersten Teil der Campusbebauung für die Fachhochschule ist nun der Anfang für ein wohlgeratenes Beispiel des 21. Jahrhunderts gemacht.

Bauwerk