Publikation

René Burri – Explosion des Sehens
René Burri – Explosion des Sehens
ISBN: 978-3-85881-661-0
Sprache: Deutsch
Publikationsdatum: 2020
Umfang: 240 Seiten, 106 farbige und 148 sw Abbildungen
Format: gebunden, 21 x 27 cm

Aufregend. René Burris Kunst des Sehens

16. Juni 2020 - Martina Pfeifer Steiner
„Fotografie ist nichts, es kommt darauf an, was man fühlt und ausdrückt. Es geht darum, Aufmerksamkeit zu erregen und „Schau!„ zu sagen! Es ist das Gegenteil von Ausbeutung: ein Über-sich-Hinauswachsen, ein Teilen.“ Dieses Zitat steht im Vorwort des aufregenden Bandes über den berühmten Magnum-Fotografen René Burri. Ein Jahr vor seinem Tod (1933–2014) gründete er eine eigene Stiftung, die sich seinem Werk widmet. Heute ist diese im Musée de L´Elysee in Lausanne untergebracht, die Sammlung umfasst 50.000 Schwarz-Weiß- und Farbbilder, 170.000 Farbdias sowie die Filme, Fotobände, Notizbücher, Collagen, Zeichnungen und Aquarelle, die im Museum inventarisiert, analysiert, restauriert und sorgfältig aufbewahrt werden. Das Buch „René Burri. Explosion des Sehens“ ist nun die begleitende Publikation mit 250 der insgesamt 500 repräsentativen Aufnahmen die in der großen Ausstellung in Lausanne gezeigt werden.

Es ist ein intimes Portrait dieses hartnäckig suchenden Fotografen entstanden. René Burri offenbart sich als modern und erfinderisch, leidenschaftlich, witzig, neugierig und großzügig. In jungen Jahren, mit 22, nach Abschluss an der Kunstgewerbeschule Zürich und dem Vorkurs bei Johannes Itten, fährt er per Autostopp nach Paris um Pablo Picasso zu treffen, weil er vom Bild „Guernica“, das er in einer Ausstellung in Mailand gesehen hatte, so begeistert war. Vergeblich. Doch zwei Jahre später klappt es doch, und es gibt bemerkenswerte Fotos von Picasso. Fasziniert ist er auch von Le Corbusiers Notre-Dame-du-Haut in Ronchamps, und es blieben nicht die einzigen Bauwerke des großen Architekten, die er fotografieren sollte. 1969 begann er für das „Daily Telegraph Magazine“ eine Serie zum Thema moderne Architektur, an der er mehrere Jahre arbeitete. Er dokumentierte wichtige Bauten in Spanien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Italien, Japan und Mexiko, dabei begegnete er auch Luis Barragán und nahm die Stallungen von San Crisóbal auf. Mehrere spannend geschriebene Essays von verschiedenen Autoren zu den einzelnen Stationen eines ereignisreichen Lebens komplettieren die Fotos, Collagen, Zeichnungen eines der ganz großen Fotografen: René Burri.

teilen auf

Für den Beitrag verantwortlich: newroom

Ansprechpartner:in für diese Seite: nextroomoffice[at]nextroom.at

Tools: