Bauwerk

Skywalk Fußgänger- und Radfahrerbrücke
Bulant & Wailzer - Wien (A) - 2007
Skywalk Fußgänger- und Radfahrerbrücke, Foto: Bulant & Wailzer
Skywalk Fußgänger- und Radfahrerbrücke, Plan: Bulant & Wailzer

Skywalk Fußgänger- und Radfahrerbrücke

02. September 2007 - Az W

Es ist kein zartes Pflänzchen, das sich in Wien-Spittelau neuerdings den Weg durch einen der dichtesten Verkehrsknoten Europas bahnt, um Fußgängern und Radfahrern nun endlich eine vernünftige Verbindung zwischen dem 9. und dem 19. Bezirk zu ermöglichen.
Der Skywalk - 2003 als Siegerprojekt aus einem Eu-weiten zweistufigen Verfahren hervorgegangen - ist eine eingehauste Glas-Stahl-Brücke, die jenen Pfeiler (Nr. 4) der Otto Wagner-Stadtbahntrasse durchstößt, auf dem nach Plänen von Silja Tillner derzeit das sogenannte Skyline-Bürogebäude errichtet wird, wodurch sich die Wegenetze an diesem Knotenpunkt des Gürtels weiter verdichten werden.

Die Skywalk-Architekten Bulant & Wailzer sprechen von einem "parametrischen" Entwurfskonzept, in dem der Ort mit seinen Anforderungen das wesentliche Entscheidungskriterium für die architektonische Gestalt bildeten: "Aus den verschiedenen Zwangssituationen wie Lichtraumprofile, Gürtel-Auf-bzw. -Abfahrt und den max. Steigungen von gerampten, barrierefreien Gehflächen wurden Konstruktion und Architektur konzipiert."

Die 3-gliedrige Brücke besteht aus Betonfundamenten mit Stahlbetonstützen, dem Stahltragwerk (Vollwandträger) und einer Glaseinhausung. Die einfachen Hauptträger (Spannweiten bis zu 38 m) sind Stahlkästen, die in ihrer Höhe an die auftretenden Kräfte angepasst sind. Zu den unterschiedlichen Raumhöhen im Inneren der Brücke von 2,50m Lichte bis 5m Lichte setzt das horizontale Glasdach der Einhausung eine ruhige Geste des städtebaulichen Ausgleichs. Von der U6-Station Spittelau kommend verengt sich die Brücke beim Tunnel durch den Stadtbahnpfeiler, um sich beim Ausgang Guneschgasse im 19. Bezirk trichterförmig Richtung Guneschpark zu öffnen. Im Wortlaut der Tragwerksplaner: "Das Tragwerk wurde als Balkenbrücke geplant. Die Höhe der Randbalken variiert entsprechend der auftretenden Biegungskräfte, der außen sichtbare Fahrbahnverlauf befindet sich immer in der Balkendruckzone, wodurch ein Kippen des Tragwerkes ausgeschlossen ist. Als Witterungsschutz dient eine mehrfach beschichtete Wand-Dachverglasung, eingefasst in einem U-förmigen Profilsystem. Die Glasauflagerung ist so gewählt, dass es bei den Glasplatten durch die Bewegungen des Brückentragwerkes zu keinen Zwängungen kommt. Bei einem Glasbruch verhindert ein dafür speziell entwickeltes Sicherungssystem, welches in die Profile integriert ist, das Herabfallen der Scheiben." (Text: Gabriele Kaiser)

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Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Martina Frühwirthfruehwirth[at]azw.at

Akteure

Architektur

Bauherrschaft

Tragwerksplanung

KOOPERATIONEN



wettbewerb

Das Projekt ist aus dem Verfahren Skywalk Spittelau hervorgegangen

1. Rang, Gewinner
Bulant & Wailzer Architekten, Aneta Bulant-Kamenova, Klaus Wailzer


2. Rang, Preis
Johannes Zeininger, Dr. Karl Heinz Hollinsky & Partner ZT GmbH


3. Rang, Preis
Gernot Humer, Gmeiner & Haferl ZT GmbH, Wolfgang Brenner


4. Rang, Nachrücker
Stephan Unger, Neumann & Partner ZT GmbH


5. Rang, Nachrücker
Najjar & Najjar Architekten


2. Stufe
Hild und K Architekten, Seeberger Friedl und Partner


2. Stufe
Soyka Silber Soyka Architekten, Wolfdietrich Ziesel, Martin Brunner


1. Stufe
Tobias Eckert


1. Stufe
Baumschlager Eberle Lochau ZT GmbH


1. Stufe
Bernd Stanzel


1. Stufe
bkp Architektur ZT GmbH


1. Stufe
Werner Baumhauer


1. Stufe
Clemens Krug


1. Stufe
Zaha Hadid Architects


1. Stufe
Wagner + Prack Architekten


1. Stufe
Obermeyer Planen + Beraten GmbH


1. Stufe
Architektengruppe U-Bahn Holzbauer - Marschalek - Ladstätter - Gantar - Jerabek - Krajnovic Ziviltechniker GesmbH


1. Stufe
Christian Fötschl


1. Stufe
NBM - Notbeforemidnight Architektur


1. Stufe
one room


1. Stufe
Zechner & Zechner ZT GmbH


1. Stufe
Mikado Architects


1. Stufe
synn architekten ZT OG


1. Stufe
Thomas Wagensommerer


1. Stufe
Dürig AG


1. Stufe
netzwerkarchitekten


1. Stufe
Architekturbüro Resch, Kratschmann & Partner ZT GmbH


1. Stufe
Johannes Stockinger


1. Stufe
Nikola Popovic


1. Stufe
Martin Feiersinger


1. Stufe
Sebastian Sasse


1. Stufe
Susanne Becker, Jürgen Dorn


1. Stufe
Eva Weil


1. Stufe
Richard Germ


1. Stufe
Architekt DI Martin Wakonig ZT GmbH


1. Stufe
Wolfgang Mayr


1. Stufe
PKS Architekten


1. Stufe
Otto Häuselmayer


1. Stufe
Buerger Katsota ZT GmbH, Aristotelis Dimitrakopoulos


1. Stufe
Atelier Heiss ZT GmbH, Christian Gabler


1. Stufe
Karl Peyrer-Heimstätt


1. Stufe
Gerhard Mossburger


1. Stufe
Bernd Brandner


1. Stufe
Maria Auböck


1. Stufe
Gabu Heindl


1. Stufe
Architektur Consult ZT GmbH


Gabriele Glöckler