Bauwerk

Wienerwaldgymnasium Tullnerbach
fasch&fuchs.architekten - Tullnerbach (A) - 2023
Wienerwaldgymnasium Tullnerbach, Foto: Hertha Hurnaus
Wienerwaldgymnasium Tullnerbach, Foto: Hertha Hurnaus
26. Februar 2024 - ORTE
Das neue Schulgebäude „Wienerwaldgymnasium“, im Wettbewerbsverfahren noch als Expositur des BG|BRG Purkersdorf am Standort Tullnerbach geführt, liegt in bevorzugter Grünlage, umgeben von Wald und Natur. Auf die relativ starke Hanglage und den vorhandenen Höhenbeschränkungen wird mit einem terrassierten Baukörper reagiert, der sich über vier Geschoße nach Süden in Hangneigung abtreppt, wodurch großzügige Terrassen auf allen Ebenen entstehen.
Die über das Parkdeck auskragende Konstruktion nimmt den großen Außensportplatz auf. Der gesamte Schulbereich bleibt autofrei, lediglich Fahrradabstellplätze sowie ein Parkplatz für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind unmittelbar beim Eingang in Ebene 0 angeordnet.

Die Anordnung der Räume um das Volumen der viergeschoßigen Aula ist klar und übersichtlich und ermöglicht eine gute Orientierung. Unterschiedliche räumliche Situationen bieten ein vielfältiges Angebot an Nutzungen. Der Indoor-Campus lädt zum Sitzen und Beobachten ein, ist Erholungs-, Spiel- und Lernraum und bietet Raum für Veranstaltungen aller Art, ist Treffpunkt für alle Schüler:innen und Lehrende.

Auf der Ebene des Haupteingangs liegen der Raum für die Lehrenden, die Küche und der Essbereich, die Bibliothek, die Verwaltungsräume, der Mehrzwecksaal, der Musikraum, sowie die Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung. Die große Lesetreppe verbindet die Eingangsebene mit der unteren Gebäudeebene mit den Räumen für Kunst, Werken, Naturwissenschaften und Informatik, dem Turnsaal und dem Gymnastikraum mit den erforderlichen Nebenräumen.
Die Unterrichtsräume sind in den beiden oberen Ebenen angeordnet: Ebene 2 – 19 Klassen für Sekundarstufe 1; Ebene 3 – 13 Klassen für die Sekundarstufe 2. Hier ermöglichen mobile Trennwände großzügige Raumverbindungen für Prüfungssituationen. Von nahezu allen Räumen ist ein direkter Zugang zu anschließenden Terrassenflächen oder Freibereichen möglich.

Wesentlicher Teil des räumlichen Konzepts ist die Erweiterung der Lernbereiche um direkt vorliegende Außenbereiche wie Terrassen, Grünflächen, Sitzstufen, Freiklassen und Balkone. Aula, Bibliothek, Mehrzweckraum, Essbereich, Nachmittagsbetreuung und können zu überdachten Freibereichen geöffnet werden, dies ermöglicht Arbeiten, Essen oder Entspannen im Freien.
Die räumliche Konzeption soll den Geist der Schule unterstützen: Offenheit, Übersichtlichkeit, Orientierbarkeit, Vernetzung, Großzügigkeit, lichtdurchflutete Freundlichkeit, fließende Übergänge zwischen innen und außen.

Für die Gesundheit der Schüler:innen ist es förderlich, häufig zwischen Innen- und Außenraum zu wechseln. Auf Unterricht im Freien wird großer Wert gelegt, der in unmittelbarer Nähe der Klassen und Lernzonen stattfinden kann, sowie im nahen Naturraum des umgebenden Waldes.

Bei der Wahl der Baustoffe wurde großes Augenmerk auf die Belange ökologischer Rucksack und CO2-Emissionen durch Herstellung, Transport und Rückbau der Baustoffe gelegt.

Die transparenten Flächen wurden mit einem außenliegenden Sonnenschutz versehen. Auskragende Dächer oder Balkone dienen als Sonnenschutz bei hoch stehender Sonne und schützen die Fassaden vor Witterung und Verschmutzung, erleichtern ihre Reinigung sowie Servicearbeiten. (Text: Architekt:innen)

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Für den Beitrag verantwortlich: ORTE architekturnetzwerk niederösterreich

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