Details
- Architektur
- Peter Zumthor
- Fotografie
- Margherita Spiluttini
- Funktion
- Sport, Freizeit und Erholung
- Fertigstellung
- 1996
Preise und Auszeichnungen
Bester Bau 1997 Schweizer Fernsehen, 10 vor 10
Publikationen
Ralph Feiner, Köbi Gantenbein, Jürg Ragettli, Ariana Pradal: Bauen in Graubünden, Ein Führer zur zeitgenössischen Architektur., Hrsg. Bündner Heimatschutz, Hochparterre AG, Hochparterre AG, Zürich 2006.
Peter Zumthor: Therme Vals, Peter Zumthor, Hrsg. Peter Zumthor, Scheidegger & Spiess, Zürich 2006.
Per von Groote: Themen Hotels, Deutschland Österreich Schweiz, Braun Publishing, Berlin 2005.
Stan Neumann, Richard Copans: Baukunst 2, Hrsg. Arte TV, absolut MEDIEN, Frankreich 2000.
Archfoto
Karte
Presseschau
Valser Wasserinszenierung
Berge, Steine, Wasser und Natur sind für TirolerInnen auf den ersten Blick nichts Besonderes. Doch die Elemente, mit denen die Gemeinde Vals für einen Besuch in der Therme wirbt, werden dort auf besondere Art und Weise in Szene gesetzt. Der Schweizer Architekt Peter Zumthor hat ein meisterliches Bauwerk geschaffen, dessen Qualität den Erholungswert der alpinen Heilquelle zusätzlich unterstreichen.
Das Gebäude der Valser Therme wurde zwischen 1986 und 1996 errichtet. Es besteht aus insgesamt 60.000 Steinplatten des örtlich vorkommenden Valser Quarzits. Weitgehend naturbelassen, aufeinander geschichtet und mit Lichtschlitzen versehen, wirkt der Stein höhlenartig. Das Thermalwasser erscheint in diesem menschlich geformten Fels gebändigt und doch nicht aus seinem angestammten Element gerissen. Stimmen, Schritte, Tropfen, Wasserrauschen schallen von den hohen Wänden wider. Rund um das zentrale Becken gruppieren sich kleine Grotten: Darin einmal ein Blüten-, ein andermal ein Feuer-, Eis- oder Grottenbad. In den dunklen Räumen der wohlig-warmen Schwitzsteine duftet es sanft nach Zitrusfrüchten und Eukalyptus. Wer sich der überlässt, wird mit einem Rundum-Erlebnis belohnt: Tast-, Hör-, Geruchs- und Sehsinn erfahren Wasser und Stein auf neuartige Weise.