Bauwerk

Haus G.
Frank und Erschen - Wien (A) - 2003
Haus G., Foto: Margherita Spiluttini
Haus G., Foto: Margherita Spiluttini
Haus G., Foto: Margherita Spiluttini
Haus G., Foto: Margherita Spiluttini
23. August 2005 - Az W

Ein 1950 erbautes kleines Einfamilienhaus bestehend aus Keller, Erdgeschoß und Dachausbau mit ca. 75m2 Wohnfläche sollte für die neuen Bedürfnisse des Ehepaars Grabler umgebaut und erweitert werden. Der aus dem Terrain herausstehende Keller und das Ergeschoß samt Stiege wurden in den Grundzügen belassen. Sie bilden gleichsam den Sockel für das auskragende Obergeschoß. Schlafraum, Schrankraum, WC, Bad und Sauna befinden sich im gemauerten Sockel und haben im Osten einen direkten Ausgang in den Garten und zum Tauchbecken.

Das Obergeschoß aus einer Holzleichtbaukonstruktion wird ab der Mitte der Gebäudetiefe parallel zum sich konisch erweiternden Grundstücksverlauf geführt und öffnet sich nach Süden. Dadurch entsteht ein großzügiger Wohn- Eßbereich, der durch einen zentralen Körper gegliedert wird, in dem diverse Nutzungen untergebracht sind. Sind die südlich gelegenen Glasschiebetüren geöffnet, wird der Wohnraum zur Loggia. Außenliegende Jalousien und die Speichermasse der Stahlbetondecke sorgen für ein angenehmes Raumklima. Entlang der horizontalen Fensterbänder im Westen, Osten und Norden kann der Blick ungehindert in die umliegenden Baumkronen schweifen. Das grüngrau der Eternitverkleidung vermittelt zwischen Natur und Gebäude.

Auf dem bestehenden, gemauerten Erdgeschoss wurde eine auskragende Stahlbetondecke errichtet. Das Obergeschoss besteht zur Gänze aus Holzfertigteilen. Im Osten, Norden und Westen tragen Wandscheiben die ebenfalls vorgefertigte Holzdecke, während die gänzlich geöffnete Südseite von einem Rahmen, bestehend aus Leimbindern, überspannt wird. Zur Aussteifung und als Speicher wirkt eine Stahlbetonwand im Inneren des Geschosses. Das gesamte Obergeschoss mit Decke wurde innerhalb eines Tages geliefert, montiert und
das Dach sofort mit einer vorgefertigten Kautschukhaut geschützt. Die Wände wurden mit Eternittafeln verkleidet, das Flachdach bedeckt ein Lärchenholzlattenrost. Das raumhohe Südfenster besteht aus einer dreiteiligen Aluminiumkonstruktion. (Text: Architekten)

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Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Martina Frühwirthfruehwirth[at]azw.at

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