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Details

Adresse
Eragasse 5, 6900 Bregenz, Österreich
Bauherrschaft
Schöller Immobilien
Fotografie
Adolf Bereuter
Maßnahme
Neubau
Funktion
Wohnbauten
Planung
1994
Ausführung
1995 - 1996

Publikationen

Otto Kapfinger: Baukunst in Vorarlberg seit 1980, Ein Führer zu 260 sehenswerten Bauten, Hrsg. Kunsthaus Bregenz, vai Vorarlberger Architektur Institut, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2003.

Presseschau

1. Oktober 1997 Gert Walden
Der Standard

Die Eleganz der Einsiedelei an der Bregenzer Peripherie

Der Weg zur Entwurfsfindung war radikal und kann eigentlich nur grundsätzlich bejaht oder völlig abgelehnt werden. Während sich viele Architekten gerade in den viel zu dichten Neubaugebieten bemühen, irgendwie eine positive Beziehung der Architektur zur Umgebung herzustellen, haben die jungen Bregenzer Architekten Karl Schwärzler und Theo Lang das Wohnumfeld als visuelles Beziehungsgefüge für die Bewohner ihrer Atriumwohnungen schlichtweg ignoriert. Es ist also die jeweils subjektive Einstellung zum Verhältnis Öffentlichkeit und Privatheit, die mit dieser Wohnhausanlage zur Diskussion gestellt wird, aber als mögliche Lösung konsequent durchdacht ist.


Gegen die Konfektion

Im Wohnpark Eragasse, zwischen Architekturkonfektionen, wie sie sich von Bregenz bis Eisenstadt finden, steht ihr nahezu fensterloser Hausblock. Acht zweigeschoßige Atriumwohnungen mit 82 Quadratmeter Grundfläche und 45 Quadratmeter Freifläche sind dort ebenso wie vier Dreizimmerwohnungen mit 67 Quadratmetern und zehn Quadratmeter Terrasse untergebracht. Blickbeziehungen gibt es also nur innerhalb des eigenen Wohnbereiches, die optische Perspektive ist der Himmel.

Der Zugang von außen erfolgt über Autoabstellplätze, die von den auskragenden Obergeschoßen überdacht werden. Auch hier wieder ein architektonischer Realismus, der die Tatsächlichkeit des Automobils in die Planung ganz klar integriert.

In der Gestalt ist die Anlage eine sublime Mischung zwischen der Darstellung der Scheibenbauweise und der plastischen Gesamtheit des Ensembles, deren Statik gerade durch die Pkw-Überdachungen relativiert wird.

Die Holzverkleidung verstärkt den solitären Charakter der Gebäudeeinheit. Einmal durch das Material, welches in der Gegend nicht üblich ist, und zum anderen durch die horizontale Gliederung, die gegenüber der Höhenentwicklung der umliegenden Objekte die Längsrichtungen betont. Das Konzept der Atriumhäuser ist seit Roland Rainer zwar nicht neu, aber die jungen Architekten haben gerade mit der Proportionierung ihrer Anlage ein beachtenswertes Maß an Eleganz erreicht.

Karte

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Pläne

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