Residenzen Am Kaiserstrand
Lochau (A) - 2011
Lang + Schwärzler
Vorarlberger Architektur Institut
Bodenseewassernutzung für Heiz– und Kühlzwecke | Die Energieversorgung des gesamten Projektes erfolgt über Nutzung von Bodenseewasser. Die Entnahmestelle liegt ca. 35 m tief. So werden mit Wärmepumpen alle Gebäude geheizt, gekühlt, klimatisiert. Mit der umweltschonenden Anlage reduziert sich der CO2 Ausstoß jährlich um 200.000 Tonnen im Vergleich zur herkömmlichen Heiz– und Kühltechnik.
Im Juni 1910 wurde in der Bucht am Bodensee ein prächtiges Hotel eröffnet, der Zusatz „kaiserlich“ 1917 per Dekret erlaubt. Kaiser Karl machte nämlich Urlaub im Seehotel und befand diese Bucht als „schönsten Strand Österreichs“. Nach den prunkvollen Zeiten wurde die Anlage in den 40er Jahren zur Kaserne. Ausgedient wartete sie in den letzten Jahren auf eine neue Bestimmung. Es gab dort früher schon eine Schiffsanlegestelle, auch ein Badehaus und den Park mit herrlichen Baumbeständen. Im räumlichen Entwicklungskonzept der Gemeinde Lochau wurde die touristische Nutzung vorgegeben. Es sollte ein bereicherndes Angebot für die gesamte Region geschaffen werden. So wurde aus der ehemaligen Kaserne ein exklusives Seehotel mit Badehaus und Strandcafe. Flankiert wird die Altsubstanz an beiden Seiten von Wohnbauten. (Text: Martina Pfeifer Steiner)