Die Schrift des Dichters
Heinrich von Kleist hat ausser Schriften kaum etwas hinterlassen. Umso schwieriger, so denkt man, müsste es sein, dieses Werk auszustellen. Das Gegenteil ist der Fall: Das Kleist-Museum in Frankfurt an der Oder erkennt im Mangel eine Freiheit und wagt einen kühnen Zugriff.
Kaum ein Dichter hat weniger Erinnerungsstücke und handfeste Lebensspuren hinterlassen als Heinrich von Kleist: Selbst die originalen Pistolen, mit denen er Henriette Vogel auf deren Wunsch und danach sich selbst am 21. November 1811 am Kleinen Wannsee bei Potsdam erschossen hatte, sind verschollen....