Bauwerk

MPREIS Retterwerk
Silvia Boday - Innsbruck (A) - 2015
MPREIS Retterwerk, Foto: David Schreyer
MPREIS Retterwerk, Foto: David Schreyer
MPREIS Retterwerk, Foto: David Schreyer

Umbau und Erweiterung

Im Innsbrucker Stadtteil Wilten befand sich ein auf mehrere Baukörper aufgeteilter MPREIS, der in den 1980er Jahren von Heinz Planatscher realisiert wurde. Diesen in die Jahre gekommenen Supermarkt galt es umzubauen und um einen Café-Bereich mit Sitzplätzen im Inneren sowie einen Gastgarten zu erweitern.

Die große Herausforderung bestand darin, die verschiedenen, zusammenhängenden Bestandbauten – das Erdgeschoss einer Stadtvilla aus der Jahrhundertwende, ein Stöckelgebäude und eine ehemalige Produktionshalle – und den Zubau zu einer neuen Einheit zu verbinden. Die Hauptrolle übernimmt dabei ein durchgehender Bodenbelag aus ornamentalen Fliesen, der die Räume unterschiedlichen Charakters, Zuschnitts und Höhe zu einem Ganzen werden lässt. Zum Teil findet sich das Rankenmuster auch an Wänden und Decken wieder und verleiht dem Markt – speziell im Bereich der Feinkostabteilung – eine ganz eigene Atmosphäre, die im Spiel der Farben an eine mediterrane Markthalle erinnert.

Dem Bestand vorgesetzt wurde ein gläserner Pavillon, in dem sich der neugestaltete, von einem Vordach geschützte Eingangsbereich sowie ein nunmehr großzügiger und lichtdurchfluteter Café-Bereich befinden. Rundum verschließbare Vorhänge schützen vor sommerlicher Überhitzung, Möblierung und Farbgebung schaffen eine angenehme Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Auch dieser Zubau erhielt den gleichen ornamentalen Bodenbelag, dessen Ornamentik in vergrößertem Maßstab auch auf Teile der Glasfassade appliziert wurde.

Der frühere Parkplatz Richtung Franz-Fischer-Straße wurde komplett neu gestaltet, zum einen als asphaltierter Vorplatz mit Fahrradabstellplätzen, zum anderen als Gastgarten, der durch seinen hellen Betonboden klar davon abgegrenzt ist. Die Autoabstellplätze liegen nun alle im „Hinterhof“, von dem aus die renovierten Bestandsgebäude nach wie vor klar als autonome Bauteile wahrgenommen werden können. (Text: Claudia Wedekind)

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Für den Beitrag verantwortlich: aut. architektur und tirol

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