Bauwerk

Frauenhaus Graz
leb idris architektur ZT - Graz (A) - 2016
Frauenhaus Graz, Foto: Paul Ott
Frauenhaus Graz, Foto: Paul Ott
Frauenhaus Graz, Foto: Paul Ott
21. September 2017 - newroom

Das fünfstöckige Gebäude aus den 1960er Jahren integriert sich selbstverständlich ins Wohnquartier. Nach dem großen Umbau gibt sich das Frauenhaus jetzt jedoch selbstbewusst. Ein vorgesetzter, leuchtend gelber Eingangs-Baukörper ist Zwischenzone, verbirgt Kinderwägen und Fahrräder und leitet zum erhöhten, übersichtlich gelegenen Empfang. Durchlässig und Licht durchflutet öffnet sich dieser Bereich auch südseitig zum Garten. Möglich machte dies die Verlegung des Lifts in das Innere.

Die öffentlicheren Bereiche wie Verwaltung und die gemeinschaftlichen mit Kinder- und Kreativräumen liegen in Erdgeschoß und ersten Stock. Es gibt auch einen Second-Hand Shop, die Leute bringen ihre nicht mehr gebrauchten Sachen hin und die Bewohnerinnen kaufen gratis ein. Große Öffnungen zum Garten, der durch Nivellierungen schwellenlos zu erreichen ist, machen diese Aufenthaltszonen attraktiv.

Ab dem zweiten Obergeschoß wird es privat. Das Gelb, Grün, Braun der Allgemeinflächen wird zu Mauve, Rosa, Orange in den Wohnbereichen. Ein neu entwickeltes Betreuungskonzept sieht Wohngemeinschaften anstatt Einzelzimmer vor. Jedes Stockwerk hat einen eigenen Beratungsraum, jede Wohngemeinschaft eine Wohnküche sowie Wohn- bzw. Spielzimmer, jedes Zimmer ein eigenes Bad. Die heimelige Atmosphäre entsteht durch Innenarchitektur und Beleuchtung. Reizvolle Ergänzung sind die Recyclingobjekte von fanny & mari, die auf Entstehungszeit und Geschichte des Hauses verweisen. (Text: Martina Pfeifer Steiner)

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