Bauwerk

KI Kletterzentrum Innsbruck
Thomas Schnizer - Innsbruck (A) - 2017
KI Kletterzentrum Innsbruck, Foto: Thomas Schnizer
KI Kletterzentrum Innsbruck, Foto: Norbert Freudenthaler
07. November 2017 - aut. architektur und tirol

Nachdem das bestehende Kletterzentrum am Tivoli schon längst zu klein geworden war und zudem 2018 die Kletter-WM in Innsbruck ausgetragen wird, entschloss sich die Stadt Innsbruck dazu, eine neue und wesentlich größere Kletterhalle zu errichten. Als Bauplatz bot sich das an der Sill gelegene WUB-Areal an, auf dem sich mehrere Hallen der ehemaligen Druckerei befinden, die zum Teil schon für andere Sportarten genutzt werden.

Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Projekt von Thomas Schnizer besteht aus einem an die Ing.-Etzel-Straße gestellten Kubus, der zusammen mit drei freigestellten Kletterwänden und dem Bestand ein spannendes Ensemble bildet und dazwischen gut nutzbare Freiräume, insbesondere auch für Großveranstaltungen, schafft.

Kern der Anlage ist die neue, fast 18 m hohe Vorstiegshalle, in der auch alle wesentlichen Funktionen des Kletterzentrums wie Garderoben und Nebenräume, ein eigener Kinderbereich und je ein Kraft-, Seminar- und Gymnastikraum untergebracht sind. Die klar zugeschnittene Halle ist wie alle übrigen Neubauteile aus Stahlbeton errichtet und außen mit Trapezblech und Klettpaneelen aus beschichtetem Sperrholz und GFK Platten verkleidet. Den Innenraum prägen die unterschiedlichst geneigten, 13 bis 17 Meter hohen und aus gesandeten Sperrholzplatten vorgefertigten Kletterwände, die insgesamt eine Kletterfläche von 3.000 m2 bieten. Ein vorgelagerter Eingangs- und Cafébereich verbindet – großzügig verglast – Innen und Außen und bietet sowohl Einblicke in die Kletterhalle als auch Ausblicke zur Sillpromenade und den Outdoor-Wänden.

Die Boulderanlage mit über 1.000 m2 Boulderfläche wurde im Bestand untergebracht und im Westen um eine zugebaute Outdoor-Wand mit weiteren 175 m2 Boulderfläche ergänzt. Weithin sichtbares Zeichen sind drei skulpturale Klettertürme mit 1.500 m2 Kletterfläche, deren Publikumswände so orientiert sind, dass man von der Sillpromenade aus die Kletterer beobachten kann. (Text: Claudia Wedekind)

teilen auf

Für den Beitrag verantwortlich: aut. architektur und tirol

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Claudia Wedekindclaudia.wedekind[at]aut.cc

Akteure

Architektur

Bauherrschaft

Tragwerksplanung

Fotografie