Bauwerk

Oase No.8
Markus Jeschaunig - Graz (A) - 2015
Oase No.8, Foto: Simon Oberhofer
Oase No.8, Foto: Simon Oberhofer
Oase No.8, Foto: Markus Jeschaunig
20. Dezember 2017 - GAT

Das Projekt Oase No. 8 beschäftigt sich prototypisch mit der sichtbaren Nutzung von ungenutzter Energie in der Stadt. Die temporäre Installation in der Altstadt von Graz nährt sich aus der Abwärme zweier vor Ort befindlicher Tiefkühlanlagen und schafft ein tropisches Klima zum Anbau exotischer Pflanzen.

Ziel ist es, ungenutzte Energiepotenziale der Stadt sichtbar zu machen und Fragen zum Umgang mit (globalen) Ressourcen aufzuwerfen.
Bananen-, Papaya- und Ananas-Pflanzen bilden die Vegetation in der Oase No. 8. Die Banane ist statistisch gesehen die beliebteste Tropenfrucht Österreichs (stets Warentaste Nr. 1) und ganzjährig in Supermärkten erhältlich. Der Genuss von Tropenfrüchten in Europa erfordert ein hohes Maß an Energie und globaler Logistik.

„Synergetischer Urbanismus“ aktiviert lokale Ressourcen und Materialien und nutzt direkt am Ort geerntete Energie vor extern zugeführter hochwertiger Energie, um einen Beitrag zu einem CO2-neutralen Leben aufzuzeigen.
Die Oase No. 8 fängt die anfallende Abwärme der Kühlaggregate ab, um sie in eine temporäre transparente Blase (EFTE-Membran) zu führen. Die Abwärme der Kühlaggregate, ca. 5,2 KW, kann das Innenklima der Blase während des Winters auf über 12° Celsius halten, das die tropischen Pflanzen mindestens brauchen, um zu überleben. (Text: Markus Jeschaunig)

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