Bauwerk

Wienerberg City - Monte Verde
Albert Wimmer, Semir Zubcevic - Wien (A) - 2004
Wienerberg City - Monte Verde, Foto: Pez Hejduk
Wienerberg City - Monte Verde, Foto: Pez Hejduk
Wienerberg City - Monte Verde, Foto: Pez Hejduk
Wienerberg City - Monte Verde, Foto: Pez Hejduk

Wienerberg City - Monte Verde

15. Juli 2005 - Az W

Auf dieses Turm-Exemplar der Wienerberg City hat Jan Tabor im Falter ein Loblied gesungen, in das man nur einstimmen kann, wenn man die These verficht, dass fragwürdiger Städtebau großartigem Wohnbau den Weg ebnen kann. Jedenfalls ist es denkwürdig genug, dass der Masterplan für diesen Stadtteil ausgerechnet von Massimiliano Fuksas stammt, der hier mit dem Twin Tower ein besonderes Wahrzeichen in die Stadtsilhouette setzte und zugleich die Grundlage für jenen “überhitzten Bauboom” (Reinhard Seiß) schuf, der diesem aus dem Boden gestampften Wohnquartier ohne infrastrukturelle Anbindung nun den Alltag erschwert.

Bleiben wir beim Objekt, lassen wir es als einer der “Einzelheiten” an der Seite des Twin Towers stehen: Den Beinamen Monte Verde (nicht zu verwechseln mit Monte Laa) hat der 77 Meter hohe Wohnturm einer grünen keramischen Plattenfassade zu verdanken, die das Gebäude an der West- und Ostseite bedeckt, während an den Schmalseiten eine zweischalige Glasfassade mit mehrgeschossigen auskragenden Erkern den Bewohnern den begehrten (“großartigen”, “grandiosen”, “atemberaubenden” etc.) Ausblick sichert. Auch liegt dem Hochhaus eine ökologische Konzeption zugrunde (innere Durchwebung des Gebäudes mit zum Teil geschossübergreifenden Gemeinschaftseinrichtungen sowie "innere Grünräume"), die zu diesem Hausnamen geführt haben.

Im Angebot an Wohnungstypen (insgesamt gibt 182 WE) ist für Vielfalt gesorgt. Dazu der Architekt: “Es gibt 13 verschiedene Typen, darunter Maisonetten und C-Typen mit und ohne Zusatzräumen. Ein besonderes Wohngefühl vermitteln die Atriumwohnungen mit vorgelagerten Veranden. Diese aus Flachbebauungen bekannte Wohnungsform wird bei Monte Verde gestapelt. Großzügige Allgemeinbereiche – ein Schwimmbad am Dach des Hochhauses mit Blick ins Wiener Becken – sowie ein großzügiger, lichtdurchfluteter Gemeinschaftsraum machen das Wohnen im Hochhaus zum Erlebnis.” (Text: Gabriele Kaiser)

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Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Martina Frühwirthfruehwirth[at]azw.at

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