Bauwerk

Passivwohnhaus Universumstraße
querkraft architekten - Wien (A) - 2010
Passivwohnhaus Universumstraße, Foto: Lisa Rastl
Passivwohnhaus Universumstraße, Foto: Manfred Seidl
Passivwohnhaus Universumstraße, Plan: querkraft architekten

Passivwohnhaus Universumstraße

27. Januar 2012 - Az W

Dass ein Passivwohnhaus kein behäbiger Klotz, sondern ein gestalterisch überaus ansprechendes und stilvolles Bauwerk sein kann, stellen querkraft architekten hier im 20. Bezirk anhand einer Blockbebauung Ecke Universumstraße und Kampstraße unter Beweis.

Das für insgesamt 46 Wohnungen und Büroflächen in den unteren beiden Geschossen geplante Haus ist in jeder Hinsicht ein Lichtblick, sowohl für die Umgebung als auch die Nutzer. Einfache und überaus effektvolle architektonische Maßnahmen schaffen hohe Lebensqualität und setzen städtebauliche Akzente.

Die geniale Idee etwa von Fassadenrücksprüngen und dazu gegenläufig vor- und rückspringenden Balkonbrüstungen lässt rautenförmige Balkonflächen entstehen, die bei perfekter Nutzbarkeit maximale Privatsphäre gewähren. Die von unten nach oben von orange bis gelb-weiß abgestufte Farbgebung in Kombination mit dem dynamischen „Zackenband“ der Balkone gibt dem Gebäude ein sehr spezielles und von weitem sichtbares Erscheinungsbild.

Das Verhältnis zwischen Außenfläche und Volumen ist sehr vorteilhaft, die Fläche ist gegenüber der im Bebauungsplan vorgesehen Gebäudeform um 27% geringer. Beides sind Faktoren, die in ihrer Kompaktheit den Anforderungen eines „klima:aktiven Passivhauses“ entsprechen und gemeinsam mit einem ausgefeilten Wärmeversorgungs- und Lüftungssystem sowie umweltfreundlichen Baustoffen den geforderten technischen Standard erfüllen.

Die konische Grundfläche erlaubt den Platz für einen Innenhof, der sich winkelförmig nach außen und Richtung Süden öffnet. Licht und Sonne gelangen in den begrünten Hof, das Stiegenhaus und die von hier aus erschlossenen Wohnungen. Die Eingangszone ist großzügig und freundlich gestaltet und bildet mit den Gemeinschaftsräumen, die sich in eine begrünte Freifläche öffnen, dem Stiegenhaus und dem Innenhof einen gut nutzbaren halböffentlichen Raum, der seinen Höhepunkt in der gemeinschaftlichen, begrünten Dachterrasse findet. (Text: Marion Kuzmany)

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Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Martina Frühwirthfruehwirth[at]azw.at