Details
- Adresse
- Wenzgasse 12, 1130 Wien, Österreich
- Architektur
- Josef Frank, Oskar Wlach
- Bauherrschaft
- Julius Beer
- Fotografie
- Hertha Hurnaus
- Maßnahme
- Neubau, Sanierung
- Funktion
- Einfamilienhaus
- Ausführung
- 1929 - 1931
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Frank und frei
Zwei Jahre lang wurde die Villa Beer in Wien-Hietzing in minutiöser Millimeterarbeit saniert. Das Resultat ist ein einzigartiges Stück Gestern, das zum Besuchen, Studieren und Übernachten einlädt.
Das mit den Lichtschaltern, sagt Lothar Trierenberg, das war ein Projekt für sich. Nicht nur, weil nach all den Umbauten bloß drei Original-Exemplare erhalten geblieben sind, sondern auch, weil die Leerverrohrungen in der Wand für die heute üblichen, mehrpoligen Kabel viel zu eng dimensioniert waren. „Weder wollten wir das ganze Haus aufstemmen“, sagt er, „denn das hätte der Substanz viel zu viel Schaden zugefügt, noch wollten wir gerade hier, wo die Lichtschalter sehr raumbildend eingesetzt wurden, wie ein Blick auf die historischen Fotos von 1930 beweist, ein Standardprodukt aus dem Manufactum-Katalog an die Wand schrauben.“
Das Resultat der monatelangen Materialrecherche und Produktentwicklung: Kunststoff-Schalter aus dem 3D-Drucker, 170 Stück an der Zahl, schwarz-matt in der Oberfläche, ganz nach Vorbild der alten Bakelit-Knipshebel, dazu handgefertigte, an den Kanten schräg abgefaste Glasplatten, weiß und opak wie anno dazumal, und hinter all der schlanken Optik wurde, um in die engen Verrohrungen von damals reinzupassen, ein modernes BUS-Steuerungssystem mit Schwachstromleitungen hineingefädelt.
Ob Gummipuffer, Fensterkurbeln, Türbeschläge, Scherengitter, Parapetbänke, Sofabezüge, Wandleuchten, Marmorplatten, Holzvertäfelungen, Terrassenkacheln, Badezimmerfliesen oder der grüne Gummiboden im Stiegenhaus: Geschichten wie diese, die als Recherche begonnen und nach vielen durchforsteten Fotos, Plänen und Briefwechseln als grenzenlose, detailverliebte Leidenschaft geendet haben, sagt Trierenberg, „gibt es in diesen Wänden zur Genüge. Dieses Haus ist ein Baujuwel. Diesen Schatz wollten wir bergen und öffentlich zugänglich machen.“
Die Villa Beer in der Wenzgasse, umgeben von Hietzinger Nobelvillen der etwas üppigeren Gangart, wurde 1930 nach Plänen von Josef Frank und Oskar Wlach errichtet und zählt zu den bedeutendsten Objekten der Wiener Moderne. In einer Bauzeit von angeblich nur einem Jahr, wie den Notizen und Behördenkorrespondenzen zu entnehmen ist, entstand ein dreigeschoßiges Gebilde mit 650 Quadratmeter Nutzfläche und zahlreichen Freiräumen. Was straßenseitig wie ein schlichter abweisender Quader auftritt, mit Rundfenster und verspieltem Torbogen, in dem sich einst der Dienstboteneingang befand, mutiert, sobald man den Garten betreten hat, zu einem dreidimensionalen Verschachtelungs-Kompositum von allerhöchster Güte.
„Die eleganten Proportionen, die schlanken Balkonplatten, die riesengroßen Glasscheiben, in denen sich bereits die luftigen, teils zweigeschoßigen Innenräume abzeichnen – ich denke, spätestens hier beginnt man die Einzigartigkeit dieses Bauwerks zu begreifen“, sagt Trierenberg, der die Villa Beer gerne in einem Atemzug mit der Villa Tugendhat (1930) von Ludwig Mies van der Rohe und der Villa Savoye (1931) von Le Corbusier und Pierre Jeanneret nennt. „Und wie leider sehr oft in den jüdischen Biografien dieser Zeit, wurde das Haus nur wenige Jahre lang bewohnt.“
Illustre Gäste
Gemeinsam mit ihren Kindern bezogen Julius Beer, Kaufmann und Großhändler von Gummisohlen und Kautschukböden, und seine Frau Margarethe, ihres Zeichens Pianistin, das Haus im September 1930, und schon in den ersten Monaten nahm die Familie illustre Gäste in Empfang, allen voran Diana Napier, Richard Tauber, Jan Kiepura und Marcel Prawy. Aufgrund von finanziellen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Unternehmen jedoch musste die Villa schon bald fremdvermietet werden, ehe es einem Teil der Familie gelang, 1940 vor den Nazis zu flüchten und sich in den USA niederzulassen.
„Was die Beers hier in Auftrag gegeben haben und was Frank und Wlach daraus gemacht haben, zu Beginn sogar ohne Einreichplanung und Baugenehmigung, später dann mit diversen Umplanungen und spontanen Eingebungen direkt auf der Baustelle“, sagt der Wiener Architekt Christian Prasser, der mit der Revitalisierung der Villa beauftragt wurde, „ist eine Bühne für Kommunikation und kulturelle Begegnung. Die Blickachsen, die Sitzbereiche im Fenstererker und die offene Klaviergalerie im ersten Stock weisen räumliche und materielle Qualitäten auf, die selbst für damalige Verhältnisse nicht alltäglich waren.“
In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmal, einem eigens einberufenen Expertenbeirat und einem Dutzend Restauratorinnen und Restauratoren auf der Baustelle haben sich Bauherr Trierenberg und Architekt Prasser entschieden, das Haus zwar zu sanieren und wieder in Schuss zu bringen, aber die jahrzehntelangen Gebrauchsspuren bewusst sichtbar zu belassen – mit all ihren Brüchen, Kratzern und Brandflecken im Parkettboden. Grundlage dafür war ein knapp tausendseitiger Restaurierungsbefund.
„Dieses Haus sollte nicht ausschauen wie damals, 1930, kurz nach Fertigstellung, sondern eben wie ein Objekt, das hundert Jahre lang in Verwendung gewesen ist“, so Prasser. „Die richtige Balance zwischen Reparatur und Konservierung zu finden war eine Gratwanderung.“ Im Zweifelsfall, wenn die historische Beweislage nicht ausreichend war, fiel die Entscheidung zugunsten des Weniger – weniger Farben, weniger Möbel, weniger Spekulation.
Rettung einer Ikone
Die Sanierung der Villa Beer, für die die Villa Beer Foundation rund 10 Millionen Euro Projektkosten aufbringen musste, zu einem kleinen Teil gestützt mit einer Förderung des österreichischen Bundesdenkmalamts und mit Mitteln des Altstadterhaltungsfonds der Stadt Wien, versteht sich als Rettung und Zugänglichmachung einer Ikone, die nicht bloß ein totes Hausmuseum sein möchte, sondern aktiv genutzt werden will – als Archiv, Forschungsstätte, Veranstaltungszentrum und Residency für Künstler und Architektinnen.
Gustostückerl für Frank-Fans, die nach einer kurzen Visite vor Ort nicht genug kriegen können: Im zweiten Stock gibt es, eingerichtet mit Möbeln des schwedischen Produzenten Svenskt Tenn, für das Josef Frank in seinem Stockholmer Exil einst zahlreiche Möbel und Stoffdrucke entwarf, eine Art Minihotel ganz im Geiste einer bunten, blumig verspielten Moderne, die in Wien ihresgleichen sucht. Oder, wie der Urheber all der Exotik einst selbst meinte: „Modern ist nur, was uns vollkommene Freiheit gibt.“
Die Bauarbeiten sind abgeschlossen. Die offizielle Eröffnung findet am 8. März 2026 statt.
Rettungschance für Juwele moderner Architektur
Die Bedeutung von Baudenkmälern der jüngeren Vergangenheit sickert ins öffentliche Bewusstsein: Wien überlegt den Ankauf einer Josef-Frank-Villa. Und eine Ausstellung zeigt, wie das 20er Haus gerettet werden könnte.
Eine der interessantesten und architekturhistorisch wertvollsten Villen der europäischen Moderne steht derzeit in Wien zum Verkauf - und diesmal sieht es so aus, als ob die öffentliche Hand zugreifen und das Objekt in jenen Rang heben wolle, der ihm zusteht.
Die Villa Beer von Josef Frank aus dem Jahr 1930 könnte als - auch im internationalen Vergleich - außergewöhnliches Zentrum für Architekturforschung und Architekturtourismus genutzt werden, sobald sie sich in öffentlichem Besitz befindet.
Wiens Bürgermeister Michael Häupl hat den Kauf des derzeit noch in Privatbesitz befindlichen Wohnhauses bereits vergangenen Sommer zur Chefsache erklärt und persönlich die MA 69 mit den Kaufverhandlungen beauftragt.
Unruhe über Verkauf
Das denkmalgeschützte Objekt im 13. Wiener Gemeindebezirk ist laut Schätzgutachten der Gemeinde rund 2,5 Millionen Euro wert, die Differenz zu den von den Besitzern geforderten 3,5 Millionen wird, so Planungsstadtrat Rudolf Schicker zum STANDARD, derzeit ausverhandelt. Schicker ist zuversichtlich: „Ich denke, dass wir klar kommen werden.“ An die Öffentlichkeit sei man vor Kurzem deshalb gegangen, „weil Unruhe im Bezirk über den Verkauf entstanden war“. Schickers MA 19 hat gemeinsam mit dem Architekturzentrum Wien und dessen Chef Dietmar Steiner einen detaillierten Bespielungsplan für das Gebäude ausgearbeitet, denn der Ankauf macht nur dann Sinn, wenn die weitere Nutzung auf betriebswirtschaftlich fundierten Grundfesten ruht und das Verhältnis der Betriebskosten zu den Einnahmen in einem für die Stadt akzeptablen Verhältnis steht.
Die mit 800 m² Wohnfläche großzügig auf vier Ebenen dimensionierte Villa ist laut Friedrich Achleitner die bemerkenswerteste Wohn-Architektur der Zwischenkriegszeit in Wien, sie wird von der internationalen Fachwelt zu den wichtigsten Bauten des 20. Jahrhunderts in Europa gezählt - und sie ist nicht zuletzt auch zeitgeschichtlich von Brisanz.
Der jüdische Architekt Josef Frank plante das Haus 1930 „wie eine Stadt, mit Straßen und Wegen, die zwangsläufig zu Plätzen führen“. Frank emigrierte 1934 nach Schweden, wo er 1967 starb. Seine Auftraggeber Margarethe und Julius Beer, ebenfalls jüdischer Herkunft, flüchteten bereits ein Jahr zuvor in die USA.
Die Eltern der derzeitigen Besitzer erwarben das Anwesen rechtmäßig 1941, und es kann als außerordentlicher Glücksfall gewertet werden, dass sie die Qualitäten der Villa erkannten und bis ins Detail erhielten. Das Haus befindet sich also in tadelloser baulicher Verfassung und so gut wie in seinem Originalzustand, was allein Seltenheitswert hat.
Europaweit sind tatsächlich nur eine Hand voll ähnlicher Objekte erhalten: Tschechien hat die Villa Tugendhat von Ludwig Mies van der Rohe in Brünn für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Stadt Prag hat Adolf Loos' Villa Müller restauriert und mit einer Dauerausstellung über den Wiener Architekten bestückt. In Paris steht die Villa la Roche von Le Corbusier zur Besichtigung offen, und das Rietveld-Schröder-Haus in Utrecht von Gerrit Rietveld wird ebenfalls als Architekturmuseum genutzt.
Als möglicher Betreiber der Villa Beer bietet sich das Architekturzentrum Wien an, da man über langjähriges Know-how sowie die nötigen internationalen Kontakte verfügt, um das Baujuwel professionell nutzen und auch vermarkten zu können, denn der europäische Architekturtourismus boomt.
Frank hatte im Exil nicht nur als Architekt, sondern auch als Stoff- und Möbeldesigner für das Stockholmer Einrichtungshaus Svenskt Tenn großen Erfolg. Das Unternehmen produziert seine Entwürfe nach wie vor und wäre - laut ersten Kontakten - an einem Standbein in Wien höchst interessiert. Derzeit ist der Frank-Nachlass zerstreut, einzig die hervorragende Monografie der Kunsthistorikerin Maria Welzig gibt einen Überblick über das Werk des hier zu Lande lange Zeit fast vergessenen Architekten.
[ Maria Welzig, Josef Frank 1885-1967, Verlag Böhlau, Wien ]
Die Chance von Hietzing
Einfamilienhäuser der Moderne als Touristenattraktion: in Brünn, in Prag, bei Paris - warum nicht in Wien? Josef Franks „Haus Beer“ wird verkauft. Für einen Erwerb durch die öffentliche Hand: ein Plädoyer.
Eines der bedeutendsten Häuser der Moderne wird derzeit in Wien zum Verkauf angeboten: das Haus Beer von Josef Frank. Hier fanden um 1930 neue Gedanken zur Architektur, zum Raum und zum Leben ihre bauliche Umsetzung. Franks Hauptwerk steht in einer Reihe mit den zeitgleich entstandenen Häusern Tugendhat von Ludwig Mies van der Rohe, Savoye von Le Corbusier und Müller von Adolf Loos. Diese drei Bauten haben der Villa Beer jedoch eines voraus: Die öffentliche Hand erkannte ihren Wert, kaufte sie, setzte sie instand und machte sie der Öffentlichkeit zugänglich. Jetzt besteht durch den Verkauf des Privathauses in der Hietzinger Wenzgasse diese Chance auch für Wien.
Josef Frank realisierte hier sein offenes Raumkonzept, das über konventionelle Geschoß- und Zimmerteilungen hinausgeht. Das Haus Beer entfaltet seinen Reichtum im Inneren und zum Garten hin - wie das japanische Haus, das „mit seinen verschiebbaren Wänden, vergänglich und leicht, beweglich und transparent“ für Frank Vorbild moderner Architektur war. Haus und Garten bilden eine Einheit. Die alten Bäume des parkähnlichen Grundstücks bezog der Architekt beim Bau mit ein. Über bis zu fünf Meter hohe Verglasungen tritt die Natur unmittelbar ins Haus.
Mit der Villa Beer formulierte Josef Frank eine eigene Facette der Moderne. Damals außerhalb des „Bauhaus-Mainstreams“ stehend, scheint dieser Ansatz heute interessanter denn je. „Modern ist nur, was uns vollkommene Freiheit gibt“, sagt Frank 1927. Derzeit laufende internationale Forschungen werden ein vielfältigeres, neues Bild der Moderne ergeben. Mit einer entsprechenden öffentlichen Nutzung des Hauses Beer sollte diese eigenständige Leistung eines jüdisch geprägten Wiener Kulturlebens endlich ihrem Stellenwert entsprechend gewürdigt werden. Das Interesse an Josef Frank ist jedenfalls da, wie jüngst Ausstellungen in New York und Stockholm zeigten. Die moderne Architekturbewegung war ein grenzüberschreitendes, europäisches Projekt - das gibt ihr heute zusätzliche Bedeutung.
Franks Einrichtungskonzept, das er mit einer Gruppe von Architekten in den Zwanzigerjahren zu einem „Neuen Wiener Wohnen“ entwickelte, sah eine individuelle Gestaltung der eigenen Umgebung vor, eine Mischung der Einrichtung aus unterschiedlichen Zeiten und Quellen, eine Berücksichtigung der wechselnden Stimmungen eines Menschen. Den großen Nutzen aus diesen Erkenntnissen zog in der Folge jedoch nicht Österreich, sondern Schweden. Nachdem die Situation für Frank als Juden bereits in den frühen Dreißigerjahren in Österreich untragbar geworden war, emigrierte er nach Stockholm. Er wurde dort mit seinen Designentwürfen begeistert aufgenommen und zum Vater des weltweiten Erfolges schwedischer Einrichtungsweise. Die Emigration - und die nachfolgende Gleichgültigkeit der ehemaligen Heimat - bedeuteten jedoch das Ende von Franks Architektenlaufbahn, seines Lebensplanes.
Was Josef Frank auch heute noch so ergiebig macht, ist die Tiefe seiner Arbeit, die sich, abseits jeglicher Formalismen, aus einer umfassenden kulturellen Sicht speist. So stand der Architekt als Mitglied des „Wiener Kreises“ in engem Austausch mit Spitzenvertretern aus Naturwissenschaft, Nationalökonomie und Philosophie. Lehrreich scheint eine Beschäftigung mit Frank auch durch seine gesellschaftspolitische Auslegung des Berufes, die er als Architekt der Siedlerbewegung ebenso praktizierte wie als Initiator und Leiter der Internationalen Werkbundsiedlung in Wien.
Jede Stadt, jedes Land trachtet danach, bedeutende Bauten der Moderne anzukaufen und öffentlich zu nutzen. Einfamilienhäuser sind dabei die anschaulichsten Beispiele. Denn in dieser Bauaufgabe gelangten die experimentellen Ideen der Moderne am direktesten zur Umsetzung. Und nirgendwo lässt sich das Lebensgefühl einer Zeit besser erfahren.
Selbstverständlich sind die Häuser von Gerrit Rietveld, Mies van der Rohe und Le Corbusier in Utrecht, Brünn und bei Paris öffentlich zugänglich - mit bis zu 15.000 jährlichen Besuchern. Das Fallingwater House von Frank Lloyd Wright (zu dessen Ausstattung ein Sessel nach Entwurf von Josef Frank gehört) zählt zu den größten Touristenattraktionen der USA. Das Wohnhaus von Rudolph M. Schindler in Los Angeles ist als MAK Center for Art and Architecture mittlerweile ein kultureller Brennpunkt. Der Stadt Prag war es in den Neunzigerjahren wert und möglich, Adolf Loos' Haus Müller zu kaufen, vorbildlich zu restaurieren, öffentlich zugänglich zu machen und ein Adolf-Loos-Studienzentrum einzurichten.
Das 700 Quadratmeter große, denkmalgeschützte Haus Beer ist nicht nur in seiner Substanz, sondern auch in seiner Ausstattung erhalten - bis zu den Einbaumöbeln und Beleuchtungskörpern. „Ein einzigartiges Beispiel“, meint Ewald Schedivy vom Bundesdenkmalamt und: „Würde die Villa einen spekulativen Käufer finden, der das Grundstück parzelliert und damit die Symbiose von Haus und Garten zerstört, wäre Franks Intention verloren“.
Die Option auf Erwerb dieses Hauptwerkes europäischer Baukultur darf sich die öffentliche Hand - gemeinsam mit privaten Partnern? - nicht entgehen lassen. Sie würde damit einen im internationalen Kontext bedeutenden Anziehungsort gewinnen. Das Haus sollte dabei nicht nur museale Nutzung finden, sondern zu einem wichtigen Schauplatz im Architekturgeschehen werden. Und: Für die Art der Bespielung bietet Franks eigener, breiter und kritischer Ansatz - als Designer, Gartengestalter, kulturpolitischer Aktivist, Schriftsteller, Mitglied des „Wiener Kreises“, Architekt, jüdischer Wiener Weltbürger - reiche Anregungen.