Bauwerk

SuperM
Wolfgang Pöschl, Joseph Bleser - Innsbruck (A) - 2001
SuperM, Foto: Nikolaus Schletterer
SuperM, Foto: Paul Ott
14. September 2003 - aut. architektur und tirol
Schulbeispiel der Individualisierung von Standards im Reagieren auf den Kontext. Erstmals musste ein großer MPreis in ein beengtes Stadtgefüge eingepasst werden; Hauptproblem: ausreichend Parkplätze bei optimal kurzen Wegen zu schaffen. An der Sillbrücke kamen als Parameter dazu: die Hauptfront des Marktes mit dem Eingang sollte nach Süden, zum Fluss sehen; der Zugang sollte nahe an der Brücke und möglichst eben sein. Der Markt musste also über der Parkebene liegen, und diese sollte von der Schmid Straße ohne Rampe befahrbar sein. Um diese Zwangspunkte zu lösen, musste Pöschl Parkdeck und Marktboden leicht zur Sill hin neigen. Der Markteingang liegt nur 1,6 m über der Straße und ist mit kurzer Rampe leicht erreichbar - die Garageneinfahrt am anderen Ende hat die minimale Sturzhöhe von 2,25 m. Die Bodenneigung im Markt fällt nicht auf, alleingelassene Einkaufswagen sollen aber schon mobil geworden sein. Das gekurvte Dach schafft viel Luft im Innern, holt Licht herein und ermöglicht Aussicht, schirmt die SW-Sonne ab. Café und Uferfront steigern Brückenkopf und Sillpromenade zum urbanen Ort. Als Zusatznutzen Büroetagen zur NO-Seite; sehr schlanke Konstruktionen, rote Prallschutzmatten um die Säulen im Parkdeck. (aus: Bauen in Tirol seit 1980, Otto Kapfinger)

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Für den Beitrag verantwortlich: aut. architektur und tirol

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