Bauwerk

Bürohochhaus Hoch Zwei
Henke Schreieck Architekten - Wien (A) - 2009
Bürohochhaus Hoch Zwei, Foto: Heinz Schmölzer
Bürohochhaus Hoch Zwei, Plan: Henke Schreieck Architekten
21. Juni 2009 - Az W

Die Verlängerung der U2 Richtung Prater und über die Donau Richtung Stadlau definiert eine neue städtebauliche Entwicklungsachse. Bei der U2-Station Trabrennplatz entsteht das sogenannte „Viertel Zwei“, ein Büroquartier mit Hotel und Wohnungen. Im Rahmen eines geladenen städtebaulichen Projektwettbewerbs waren die besonderen Qualitäten des Ortes Ausgangspunkt unserer stadträumlichen Überlegungen mit dem Anspruch ein urbanes, erlebnisreiches, durchgrüntes Quartier mit unverwechselbarer Identität zu schaffen.

Unser Bebauungsvorschlag für das neue Quartier beruht auf konkav konvexen Solitärbaukörpern, die durch Ihre Stellung zueinander maximale Durchlässigkeit und abwechslungsreiche Außenräume schaffen, die fließend ineinander übergehen und sich mit dem umgebenden Grünland verbinden. Am Rande bilden höhenmäßig differenzierte Baukörper eine spannungsvolle Silhouette, die sich am Kopf des Quartiers zum Turm aufrichtet. Für das Hochhaus als Kristallisationspunkt der neuen Bebauung in der Krieau haben wir eine Form gesucht, die Raum bildet und nicht besetzt. Die konkav konvexe bauplastisch in sich geschlossene Figur schafft eine platzräumliche Situation am südlichen Ende des neuen Messezentrums und bildet ein signifikantes, einladendes Entree zum neuen Quartier.

Die Form des Hochhauses entstand einerseits aus städtebaulich-räumlichen Überlegungen, andererseits galt es auch das Missverhältnis der ökonomisch bedingten, relativ großen Mindestgeschoßfläche zu der limitierten Höhe von 80 m formal zu bewältigen. Mit seiner sphärisch geschwungenen Linienführung, dem trichterförmigen Aufweiten nach oben und seinem schrägen Abschluss entzieht sich der Baukörper dieser Problematik. Dass im Rahmen eines „Investorenprojekts“ diese anspruchsvolle Form umgesetzt werden konnte, hat unter anderem mit der überdurchschnittlichen Flächenwirtschaftlichkeit der Grundrisse zu tun. Die gekrümmte Geometrie eignet sich bestens für unterschiedliche Büroorganisationsformen. Transparenz und unterschiedlich proportionierte Raumzonen erzeugen eine unverwechselbare Atmosphäre und bieten dem Nutzer vielfältige Möglichkeiten bei der Gestaltung seiner Arbeitswelt. Gemeinsam mit dem von Martin Kohlbauer geplanten Bürohaus „Plus Zwei“ bildet „Hoch Zwei“ die Firmenzentrale der OMV. (Text: Architekten)

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Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Martina Frühwirthfruehwirth[at]azw.at