Bauwerk

Wohnhaus Breitenleer Straße
königlarch architekten - Wien (A) - 2020
Wohnhaus Breitenleer Straße, Foto: Rupert Steiner
Wohnhaus Breitenleer Straße, Foto: Rupert Steiner

Bauplatz 1, Bauteil B & C; Bauplatz 3, Bauteil D

13. Mai 2020 - newroom
Ursprünglich war das Areal im Besitz des ÖAMTC und im Baukörper entlang der Breitenleer Straße waren Büroräumlichkeiten mit anschließenden Werkstätten untergebracht. Dahinter lag der Parkplatz mit Parkhaus. Zwei straßenbegleitende, sechs-geschossige Baukörper begrenzen nun den Bauplatz 1 in Ost- und Westrichtung. Das bestehende Parkhaus bleibt erhalten und schließt das Grundstück nach Norden ab. Dadurch entsteht ein großzügiger, geschützter Innenhof mit vielfältigen Aufenthalts- und Spielbereichen.

Durch die Überbauung des zwei-geschossigen Split-Level-Parkhauses mit zwei querliegenden, vier-geschossigen Baukörpern und einem zwei-geschossigen Verlängerungstrakt bis zur Ludwig-Reindl-Gasse, wird es in das Gesamtkonzept integriert. Ein zwei-geschossiger Zubau zum Parkhaus ermöglicht nun die Zufahrt von der Ludwig-Reindl-Gasse und es findet zudem ein großzügiger Gemeinschaftsraum mit Fitnessbereich Platz. Durch Erhalt und Erweiterung der Parkgarage wird der gesamte Stellplatzbedarf abgedeckt. Die drei Hauseingänge erreicht man über die Ludwig-Reindl-Gasse. Eine großzügige Öffnung führt in den Innenhof des Quartiers, flankiert von Gemeinschaftseinrichtungen und einem Kleinkinderspielplatz.

Bauteil C entwickelt sich als langgestreckter, geknickter Baukörper entlang der Ludwig-Reindl-Gasse und wird im Bereich der Nordost-Ecke durch einen Zubau mit dem Parkhaus verbunden. An dieser Stelle erfolgt die Einfahrt in die Garage.
Die Vertikalerschließung des Wohngebäudes funktioniert über drei natürlich belichtete, zentrale Stiegenhäuser. Über einen Mittelgang, der die drei Stiegenhäuser verbindet, werden die Geschosswohnungen erschlossen. Die Vertikalerschließung der beiden, die Parkgarage überspannenden Baukörper, erfolgt jeweils über ein freistehendes Stiegenhaus.

Ein winkelförmiger Baukörper mit markanter Sockelzone definiert die Bebauung am Bauplatz 3. Im eingeschoßigen, weit über dem darüber liegende Riegel vorspringenden Erdgeschoß befindet sich ein fünf-gruppiger Kindergarten. Durch das Abrücken von der Straßenfluchtlinie wird einerseits die Bauflucht des benachbarten Bauplatzes aufgenommen, andererseits entsteht ein großzügiger Vorplatz für den Kindergarten. Eine durchlässige Halle verbindet im Erdgeschoß alle vier Stiegenhäuser und den Gemeinschaftsraum. Die Obergeschoße sind im Längstrakt als Spänner-Typen konzipiert, mit Erschließung der Wohnungen über einen Mittelgang. Faltschiebe-Elemente schirmen die Loggiazonen von der stark befahrenen Breitenleer Straße ab und geben dem Gebäude ein lebendiges Erscheinungsbild. (Text: Architekt:innen, bearbeitet)

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