Bauwerk

Kulturhof Stanggass
Arc Architekten Partnerschaft mbB - Bischofswiesen (D) - 2021
Kulturhof Stanggass, Foto: Josefine Unterhauser
Kulturhof Stanggass, Foto: Josefine Unterhauser
2. September 2022 - newroom
Das Hotel geht mit der Vielfalt seiner Angebote weit über das für Beherbergungsbetriebe übliche Maß hinaus: Es stellt den Begriff des „Beieinander“ in den Mittelpunkt und bietet eine Reihe von Begegnungsorten, von denen jeder einzelne eine Einladung ausspricht, Gemeinschaft zu leben, sich auszutauschen, kennenzulernen und zu inspirieren. Die Übernachtungsmöglichkeiten in 24 Hotel- und 10 Stadlzimmern in separaten Häuschen treten dabei beinahe schon in den Hintergrund. Dabei bieten sie von Doppelzimmer über Maisonette mit Galerieebene bis hin zu Herzblattl- und Windrösal-Suite angenehme und funktional strukturierte, barrierefreie Räume mit Balkon oder eigener Terrasse.
In einzelne Gebäuderiegel aufgeteilt finden sich die eigentlichen Lockangebote: ein Wirtshaus mit Biergarten und Festsaal im Hauptbaukörper, dessen Erdgeschoss hauptsächlich die dienenden Funktionsräume und die Gastronomie aufnimmt, und der in den Obergeschossen in zwei einzelne Baukörper für den großen Saal und die Hotelzimmer aufteilt ist.
Ein wenig hangabwärts haben die Seminarfunktionen ihren Ort. Ein wenig oberhalb liegt das Gebäude mit der Tiefgarage, auf welcher Yogaräume und ein Werkstatt-Atelier samt gewächshausartigem Zwischenbereich angesiedelt sind.
Mit seinem lebendigen Kulturprogramm bringt der Kulturhof Schwung in den traditionsverbundenen Berchtesgadener Talkessel und lohnt für Touristen wie für Einheimische den Weg mit beeindruckenden Blicken auf die schneebedeckten Gipfel von Watzmann und Hochkalter.
Ein eventuell dabei aufkommendes schlechtes Gewissen lässt sich durch die Betrachtung der Bauweise besänftigen: Die hochwärmegedämmten Gebäude verbrauchen nur wenig Heizenergie, die überdies durch Warmwasser-Kollektoren und die Verbrennung von Hackschnitzeln CO2-neutral bereitgestellt wird. Auch wird die Abwärme der Kühlgeräte genutzt und elektrische Energie aus PV-Anlagen auf dem Dach gewonnen.
Die verwendeten Materialien wurden nach ökologischen Gesichtspunkten ausgewählt, sind schadstofffrei und leicht zu recyceln, oft selbst aus recycelten Stoffen hergestellt und leicht wieder zu trennen. Die natürlichen Oberflächen aus Holz und Lehm können in Würde altern.
Neben den vielfältigen Räumen für Feste, Tagungen und kulturelle Angebote, auch in Freiluftbereichen, machen vor allem die als Treffpunkte gestalteten Details das Besondere des Hauses aus: manchmal nur Nischen, aber auch die Bar am Kreuzungspunkt aller Wege oder die bis zu 12 m langen Tische in Wirtshaus und Biergarten, die förmlich sagen: Do derfst Dich dazusetzen! (Autor: Achim Geissinger, u.a. nach Texten der Architekten)

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