Bauwerk

Fabricatur
A.C.C. Ziviltechniker - Wien (A) - 2021
Fabricatur, Foto: Pez Hejduk
Fabricatur, Foto: Pez Hejduk
3. November 2023 - newroom
Das Gebäude in der Ungargasse 59-61 wurde zwischen 1898 und 1900 vom slowenischen Architekten Max Fabiani, einem Mitarbeiter Otto Wagners, als Geschäftsgebäude der Möbelfirma Portois & Fix errichtet und ist für seine Fassadengestaltung mit Keramikfliesen in Anlehnung an Wagners Majolikahaus berühmt geworden. Das Hauptgebäude diente als Geschäfts- und Ausstellungshaus mit Musterwohnungen, dahinter befanden sich Fabriktrakt, Depot und Werkstätten. Seit über 100 Jahren bildet das Ensemble einen Identifikationspunkt des Viertels zwischen Unterem Belvedere und Flakturm VIII. Zusammen mit dem südlich anschließenden Bürogebäude „Barichgasse 38“ aus den 1980er Jahren umschließt es einen etwa 1.000 m² großen Hof, über den die Tiefgarage erschlossen ist.

Das Farb- und Materialkonzept orientiert sich an der gegebenen Fabrik-Architektur und war schließlich auch namengebend für das Projekt Fabricatur.
Es galt, einen Edelrohbau mit freien Grundrissen zu erstellen, der nach den jeweiligen Bedürfnissen der Mieter ausgebaut werden kann. Der freie Raum, den das Projekt im historischen Nutzbau bietet, lässt der Kreativität der Nutzer bestmögliche Freiheit.
Ziel des Entwurfs war das Herausheben des industriellen Charakters durch das Freilegen der historischen Konstruktion, die für sich spricht und den Dialog der Materialien Beton und Ziegel befeuert.
Offene Büros mit „Raum-in-Raum“ Lösungen dominieren die Architektur, die jetzt acht innovative Firmen aus Technik, Forschung und Dienstleistung beherbergt. Die meisten der Mieterausbauten hat ACC geplant und abgewickelt.
Zur technischen Seite gehören ein „unsichtbares“ Kühlsystem in den Parapeten und eine optimale mechanische Lüftung. Den Sanitärbereichen wurde große Aufmerksamkeit gewidmet. Hier sind große Spiegel, hochwertige Keramik sowie altbaugerechte Fliesenflächen ausgeführt, dazu in Technik und Design hochwertige Armaturen.
Besonderes Augenmerk lag auf der Gestaltung der Eingänge, öffentlichen Zonen und Stiegenhäusern. So hat etwa die Künstlerin Astrid Young mit ihrem Werk Poly Tree im Eingangsbereich einen Akzent gesetzt; aus Kabelbindern hat sie Bälle geflochten und diese zu einer duftigen Wolke arrangiert.
Die Außenflächen wurden als Begegnungsflächen mit der Möglichkeit zur Entspannung gestaltet. (Autor: Achim Geissinger, nach einem Text der Architekten)

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