Stadtbahnstationen, Foto: Margherita Spiluttini
Stadtbahnstationen
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Stadtbahnstationen

Mit den „technischen“ Bauten für die Infrastruktur der damals zwei Millionen Einwohner zählenden Reichshauptstadt begann die eigentliche Wende im Werk Otto Wagners zur Moderne. Der Auftrag für das neue Massenverkehrssystem der Wiener Stadtbahn führte ihn zur Auseinandersetzung mit den technischen, von Wagner stets auch als ästhetische Herausforderung begriffenen Problemen der „unbegrenzten Großstadt“.
Die Stationsgebäude der Stadtbahn, deren Trasse zum Teil oberirdisch, zum Teil unterirdisch durch das wellige Gelände der Wiener Vorstadt geführt wurden, ergaben sich dementsprechend als Hoch- oder Tiefbauten. Dazu kamen noch Brücken, unter denen die Wientalüberquerung die bedeutendste ist.
Die Hochbauten entlang des Gürtels (Beispiel Station Währingerstraße) definierte Wagner als „Tor“, das die Außen- mit den Innenbezirken durch großzügig angelegte Durchfahrten verband, während die Tiefbauten dieses System umkehrten, indem sie die Fahrgäste durch oberirdische Aufnahmegebäude über gedeckte Treppen auf das tieferliegende Niveau der Gleise führten.
Die Formensprache dieser Gebäude, die den Massenverkehr auch als ein ästhetisches Erlebnis der modernen Stadtlandschaft definierten, verbinden eine feine Klassizität mit technischen Details, die zu „sprechend“-dekorativen Bauplastiken umgedeutet wurden.

Für den Beitrag verantwortlich: Architekturzentrum Wien, 14.09.2003

AnsprechpartnerIn für diese Seite: Martina Frühwirth, Gabriele Kaiser

Akteure   Akteure
Architektur
Otto Wagner

Bauherrschaft
k.k. Österr. Staatsbahnen