Bauwerk

Pfarrzentrum Kirchschlag
Schneider Lengauer Pühringer - Kirchschlag (A) - 2008
Pfarrzentrum Kirchschlag, Foto: Paul Ott
Pfarrzentrum Kirchschlag, Foto: Paul Ott

RAUM FÜR DIE GEMEINDE

7. Oktober 2008 - afo
Der Neubau des Pfarrzentrums Kirchschlag versucht, im Detail auf die Bedürfnisse einer gemeinschaftlich geführten Pfarrgemeinde ohne Ortspriester einzugehen.

Das aus zwei kubischen Baukörpern bestehende Pfarrzentrum schließt im rechten Winkel zur Pfarrkirche an und markiert einen Platz, der sich zur angrenzenden Grünfläche hin öffnet. Zahlreiche, das Gemeindeleben bereichernde Gruppen finden darin Raum für ihre Aktivitäten. Die Erschließungsachsen sowie die großzügigen Fenster durchfluten die Innenräume mit Tageslicht und signalisieren Offenheit und Transparenz. Der multifunktionale Pfarrsaal passt sich dank flexibler Raumteiler und mobiler Bühnen- und Barelement an Veranstaltungen jeder Art und Größe an.

Besonderes Augenmerk verdient die Schnittstelle zwischen dem Sakralraum der Kirche und dem Pfarrzentrum: goldfarbiges, poliertes Messingblech und mit der biblischen Emmaus-Geschichte beschriebene Glasflächen kleiden einen transparenten Raum aus, der das Licht in die unter dem Pfarrzentrum gelegene Aufbahrungshalle leitet. Eine Baulösung die mit dem Theologen und Pfarrgemeinderatsobmann Ferdinand Kaineder erarbeitet wurde. Sie präsentiert sich als architektonische Metapher des Erlösungsgedankens, die den Trauernden „goldenes Licht in finsteren Stunden“ spenden soll.

PfarrHEIM heißt, den Menschen ein Stück Heimat geben.
(Maximilian Aichern, Altbischof der Dözese Linz)

(Text: Martin Lengauer / die jungs kommunikation)

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