Bauwerk

Mehrfamilienhaus K³
HEIN-TROY Architekten - Hörbranz (A) - 2009
Mehrfamilienhaus K³ © Studio 22

Mehrfamilienhaus K3

Preisträger 6. Vorarlberger Hypo-Bauherrenpreis 2010

28. September 2010 - newroom

Um der wachsenden Familie mehr Wohnraum im Elternhaus zu ermöglichen, wird ein typisches Vorarlberger Einfamilienhaus aus den 60er Jahren um zwei gleichwertige Wohneinheiten erweitert und bietet so den beiden Söhnen, Zwillingsbrüdern, und deren Familien genügend Raum. Dass dies im Einverständnis und unter tatkräftiger Mithilfe mit den anderen sechs Geschwistern geschieht, ist ausserordentlich. Entscheidungsfindung, Bauprozess und am Ende der Bau selbst werden zur Bereicherung für die ganze Familie und bieten ein seltenes Beispiel eines in der Familie entwickelten lebendigen Generationenhauses. Gleichzeitig ist es ein optimales Beispiel einer Nachverdichtung und Energieoptimierung: der Energieverbrauch wurde durch geeignete Massnahmen – eine hoch wärmegedämmte Fassade und modernste Haustechnik – trotz Nutzflächenverdoppelung drastisch reduziert. Der Fussabdruck des bestehenden Hauses wurde belassen. Dieses wiederum „buckelt“ nun die zwei neuen Einheiten, die durch geschickte Schnittlösungen und Raumverschachtelungen in relativ einfachen Baukörpern spannende Innenräume und Raumfolgen enthalten. Jede Einheit hat ihren eigenen Zugang direkt an der Vorfahrt.

Durch effiziente Organisation der Auf- und Umbauarbeiten sowie einer klugen Bauweise in Leichtbau war es möglich, dass die Eltern während der gesamten Bauzeit ihren unteren, leicht angepassten Hausteil bewohnen konnten.

Da drei Familien nun auf sehr kompaktem Raum zusammenwohnen, wurde streng darauf geachtet, dass die individuelle Privatsphäre bei allen drei Einheiten maximal gewährleistet ist und so hat jede Wohnung den eigenen Aussenraum in Form einer grosszügigen Terrasse mit Blick auf den Bodensee. Das Projekt überzeugt aber auch in seiner sorgfältigen Materialisierung und Detaillierung und zeugt dadurch auch von einer überaus erfolgreichen und beispielhaften Zusammenarbeit von Architekt und einer Bauherrenfamilie. (Gekürtzter Jurytext: Kaschka Knapkiewicz, 6. Vorarlberger Hypo-Bauherrenpreis 2010)

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