Bauwerk

Probebühne Landestheater Salzburg
Architekturwerkstatt Zopf - Salzburg (A) - 2017
Probebühne Landestheater Salzburg, Foto: Martina Weiss
Probebühne Landestheater Salzburg, Foto: Martina Weiss
09. Juli 2017 - newroom

Das Landestheater mit seinem „goldenen“ Haupthaus am Mirabellplatz musste immer schon logistisch improvisieren. Dem sollte dringend Abhilfe geschaffen werden. Das Areal der Werkstätten im Stadtteil Aigen wurde nun zum einzigen auswärtigen Stützpunkt für Probebühnen und alle Werkstätten. Herausfordernd - die städtebaulichen Bedingungen an der stark befahrenen Straße in einem Viertel, wo die großen Kubaturen verträglich in die Umgebung integriert werden sollten und auch, dass an diesem Ort etwas entsteht, das einen offensichtlichen Bogen zum Landestheater im Zentrum spannt.

Der Altbau wird saniert, adaptiert, die Putzfassade erneuert. An dieses Konglomerat fügen sich äußerst differenziert klare, funktionelle Baukörper. Das Erdgeschoß ist wie früher vom Parkplatz im Innenhof her erschlossen. Durch den Zubau gibt es jetzt jedoch auch auf Straßen- bzw. Busstopp-Niveau einen neuen Eingang ins Foyer. Dieses stellt sich als Verbindungsgelenk zwischen Alt und Neu dar und wird zur attraktiven Kommunikationszone. Besonderheit ist die Probebühne im Erdgeschoß, die mit Ausmaßen und Drehbühne der des Haupthauses ident ist. So wird das Bühnenbild vor Ort gefertigt, es wird dort geprobt und erst zur Generalprobe alles komplett übersiedelt.

Vom Charakter her bleibt man draußen in Aigen wohl bei den Werkstätten, der Link zum Landestheater wird durch die schimmernde Fassade gelegt. Nicht golden, sondern diffus metallen und in hoher Wertigkeit - die im Stück verzinkten großformatigen Stahlplatten sind Unikate. Abstrakte Öffnungen, einmal als bündige Glasflächen, dann wieder gelochte Fassadentafeln und schließlich unvermutet aufschwingende Lüftungsflügel lassen das introvertierte Volumen nach Außen öffnen.

Kunst und Bau
Im Foyer, an der Schnittstelle von Alt- und Neubau, spannt die Künstlerin Martina Steckholzer Stahlseile von Wand zu Wand der Probebühnen, an denen geometrische Figuren assoziationsreich balancieren. (Text: Martina Pfeifer Steiner)

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