Bauwerk

ATTO Suites
Pedevilla Architekten - Innichen (I) - 2022
ATTO Suites, Foto: Gustav Willeit
ATTO Suites, Foto: Gustav Willeit
24. Januar 2024 - newroom
Im historischen Ortskern von Innichen, am Fuße der knapp 3.000 m hohen Haunoldgruppe im östlichen Hochpustertal, entstand das Gästehaus mit dem Ziel, ein „Zuhause auf Zeit“ zu bieten, aber auch im Interesse der lokalen Bevölkerung die parallel zur Fußgängerzone verlaufenden Färberstraße mit öffentlicherem Charakter zu versehen und damit wesentlich aufzuwerten.
In Position, Ausrichtung und Kubatur orientiert sich das in eigenständiger Formensprache auftretende Haus an der historisch gewachsenen Bebauungsstruktur und führt so den Charakter des Orts weiter.
Im Erdgeschoss nutzt ein Restaurantbetrieb mit Farm-to-table-Konzept den in Richtung des Hochgebirgspanoramas angelegten und in Stufen zum Haus hin absinkenden Gastgarten. Eine neue Wegeverbindung verknüpft ihn direkt mit der Fußgängerzone.
In den darüberliegenden Geschossen entstanden sieben hochwertige, allesamt mindestens zweiseitig orientierte Ferienwohnungen, die jeweils über eine eigene Loggia verfügen und nach Art einer Theaterloge spektakulären Blick auf die Dolomiten bieten.
Die rautenförmige, tropfenartige Ornamentik zieht sich durch Restaurant und Penthouse und stellt, ausgehend vom Gedanken einer „veredelten Stube“, einen Traditionsbezug her. Aus der Fichtenvertäfelung herausgeschnitten, übernimmt es Aufgaben der Beleuchtung, Akustik und Belüftung. Auch die verwendeten Materialien spiegeln die Geschichte des Orts wider. Der Einsatz regionaler Hölzer wie unbehandelte Fichte und wohlriechende Zirbe steht im handwerklichen Einklang mit handgefertigten Terrazzoböden, Putzen und Dachplatten. Als raumseitige, akustisch wirksame Dämmstoffe kamen Hanf und Schafswolle zum Einsatz. Die bräunlich eingefärbte Dämmbetonfassade aus Leichtbeton mit Blähton verweist in Farbe und Körnung auf den ortstypischen Sextner Bachstein, aus dem im nächsten Umkreis viele historische Bauwerke errichtet wurden – darunter die Stiftskirche aus dem 12. Jahrhundert. (Autor: Achim Geissinger, nach einem Text der Architekten)

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