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Infrastrukturzentrum Nötsch

Architekten Ronacher konnten den geladenen, einstufigen Realisierungswettbewerb im Unterschwellenbereich für sich entscheiden.
Neubau eines Infrastrukturzentrums bestehend aus Feuerwehr und Bauhof in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Altstoffsammelzentrum (ASZ) an der Umfahrungsstraße Nötsch.
Das bestehende Rüsthaus der FF Nötsch ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen eines modernen Feuerwehrbetriebes. Die Feuerwehr ist eine Stützpunktfeuerwehr und hat derzeit ca. 70 aktive Kamerad:innen, sowie eine wachsende Jugendfeuerwehr. Der Frauenanteil (derzeit 2 Kameradinnen) ist ebenfalls tendenziell steigend.

Der bestehende Bauhof von Nötsch bedarf dringend einer Neuorganisation und Verbesserung der Lager- und Arbeitsbereiche. Das bestehende Gebäude ist stark sanierungsbedürftig und sowohl technisch als auch strukturell nicht mehr für den Betrieb des Bauhofes geeignet.\r\nDie derzeitige Lage des Rüsthauses, als auch des Bauhofes zentral im Ortsgebiet ist suboptimal und bietet keine Erweiterungsmöglichkeiten. Die Umsiedelung ins Gewerbegebiet und räumliche Verknüpfung mit dem bestehenden ASZ bietet die Möglichkeit einer zeitgemäßen räumlichen Anordnung der Funktionen und zielt auf die Nutzung von Synergien ab.

Das neue Infrastrukturzentrum soll im Anschluss und unter Miteinbeziehung des bestehenden ASZ gebaut werden, um in Zukunft ein gesamtheitliches, funktionales Infrastrukturzentrum zu schaffen, dass das bestehende ASZ, sowie Bauhof und Feuerwehr beherbergen soll. Durch die Zusammenlegung können die für den Bauhof und die Feuerwehr erforderlichen \u0022neuen\u0022 Grundflächenbedarfe reduziert werden.

Zum besseren allgemeinen Verständnis der Gesamtsituation ist zu erwähnen, dass das Gemeindeamt ebenfalls in naher Zukunft adaptiert und museal erweitert werden soll. In diesem Zusammenhang sollen dort Räumlichkeiten für die Verwaltung für alle drei Ortsfeuerwehren und die Feuerwehrjugend, sowie ein zentrales Bekleidungslager im Untergeschoss des Gemeindeamtes untergebracht werden. Auch Räumlichkeiten für Schulungen und Versammlungen sollen im Gemeindeamt/Kultursaal Platz finden. Ein neuer, an das Gemeindeamt anschließender Gebäudekomplex soll sowohl das Feuerwehrmuseum, als auch das Museum des Nötscher Kreises beherbergen. Leuchtturm im Katastrophenfall soll das Gemeindeamt sein. Das Notstromaggregat ist beim ehemaligen Rüsthaus in St. Georgen situiert.

Die oben erwähnten Raumbedarfe werden daher bei der Planung des neuen Infrastrukturzentrums nicht berücksichtigt. Die Räumlichkeiten des neuen Infrastrukturzentrums sind als funktionale Zweckräumlichkeiten für den Einsatzfall und die Arbeit im Bereich Bauhof und ASZ zu sehen.

Das Preisgericht setzte sich aus Peter Schneider, Erich Fercher, Sabrina Raditschnig, Alfred Altersberger, Michael Rohr und Philip R. Millonig (Ersatz: Stefanie Murero, Philipp Urabl, Barbara Harz, Witgar Wiegele, Sebastian Mack und Günther Wende) zusammen.

4. November 2026

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Auszeichnung des Landes Tirol für Neues Bauen 2026

Zur "Auszeichnung des Landes Tirol für Neues Bauen 2026" wurden insgesamt 84 Projekte eingereicht. An zwei intensiven Tagen im Juli hat die Jury – Gernot Hertl (hertl.architekten, Steyr), Sonja Hohengasser (Hohengasser Wirnsberger Architekten, Spittal / Drau) und Astrid Staufer (Staufer & Hasler Architekten, Frauenfeld, Schweiz) – die eingereichten Projekte begutachtet, quer durch Tirol eine Reihe von Bauwerken vor Ort besichtigt und sich für 14 Nominierungen entschieden.

Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2026

Das Interesse der Fachwelt am Österreichischen Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit ist weiterhin hoch: 65 Projekte aus ganz Österreich bewarben sich für die renommierte Auszeichnung, die bereits zum neunten Mal vergeben wird. 13 Projekte wurden von einer unabhängigen Jury vorausgewählt und im Rahmen einer Juryreise vor Ort besichtigt. Sieben Projekte, die sowohl architektonisch als auch in Sachen Nachhaltigkeit gleichermaßen überzeugten, sind nun nominiert. Die Siegerprojekte werden im November in Wien bekanntgegeben.

ZV-Bauherr:innenpreis 2026

Der Bauherr:innenpreis der Zentralvereinigung der Architekt:innen würdigt herausragende Bauten, Freiraumgestaltungen sowie städtebauliche Lösungen, bei denen die Auftraggeber:innen in intensiver Zusammenarbeit mit den Architekt:innen außergewöhnliche Lösungen ermöglicht und geschaffen haben. Um die Einreichungen und deren Genese beurteilen zu können, werden alljährlich alle Projekte im jeweiligen Bundesland von einer Nominierungsjury besichtigt. Die nominierten Projekte werden im Rahmen einer österreichweiten Reise der Hauptjury nochmals besucht, um die Preisträger:innen zu ermitteln. Die Nominierungsjurys in den einzelnen Bundesländern haben sich heuer für 23 Projekte aus insgesamt 132 Einreichungen entschieden. Daraus ermittelt die Hauptjury – bestehend aus Katharina Benjamin (Leipzig), Sonja Hohengasser (Spittal an der Drau) und Lukas Imhof (Zürich) – die Bauherr:innenpreisträger:innen 2026. Die Verleihung des Bauherr:innenpreises fand am 23. Oktober 2026 im Rahmen einer Festveranstaltung in der Helmut List Halle in Graz statt.

Architekturpreis Land Salzburg 2026

Von 44 eingereichten Projekten kamen 18 in die engere Wahl und wurden besichtigt. Für das Stipendium wurden 7 Konzepte eingereicht. Den Architekturpreis des Landes Salzburg 2026 erhalten Schwarzenbacher Struber Architekten für die Erweiterung der Volksschule Annaberg-Lungötz. Andreas Körner erhält für sein Projekt "Die geduldige Oberfläche: Ornament, Bewitterung und das ökologische Leben der Wand" das Förderstipendium des Landes 2026. Anerkennungen erhalten LP Architektur für ihr Projekt Lungau Arena, St. Michael, PLOV Architekten für ihr Projekt Landwirtschaftliche Fachschule Winkelhof, Oberalm, dunkelschwarz für ihr Projekt Trummer Privatbrauerei Obertrum sowie Arge Rauchmühle Rainer Köbler & Aicher Architekten für ihr Projekt Rauchmühle Salzburg,

Kärntner Landesbaupreis 2026

Insgesamt wurden aus 24 eingereichten Projekten ein Landesbaupreis, zwei Anerkennungen, eine Belobigung sowie der Sonderpreis „Beständige Architektur- und Bauqualität“ vergeben. Darüber hinaus wurde das Jahresstipendium für Architektur 2027 verliehen. Den Sonderpreis „Beständige Architektur- und Bauqualität“ des Fachbeirates für Baukultur erhielt der Umbau des Stifts Viktring – Schule mit Bibliothek und ergänzenden Nutzungen (Architektur: Gernot Kulterer, Bauherrinnenschaft: BIG – Bundesimmobiliengesellschaft m. b. H.). Das 6. Jahresstipendium für Architektur 2027 wurde an die Architektin Caterina Donata Revedin für ihr Forschungsvorhaben „Nach dem Einfamilienhaus? Über die Zukunft eines Wohnideals“ vergeben. Über die Vergabe des Jahresstipendiums für Architektur entschieden Anna-Maria Wolf, Stefanie Murero, Martina Tritthart und Andreas Lechner.

Staatspreis Architektur 2025

Das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus verleiht alle zwei Jahre auf Basis der Entscheidung einer unabhängigen Fachjury den Staatspreis Architektur für herausragende architektonische Leistungen. Der biennal verliehene Staatspreis Architektur prämiert realisierte Bauwerke mit innovativer Konzeption und hoher architektonischer Qualität, die in ihrer Nutzung dem Wirtschafssektor zuzuordnen sind. Im Fokus steht damit die Architektur der Arbeitswelt, die permanenten Veränderungen unterworfen ist. Neue Organisationsformen und die Auflösung funktioneller Abgrenzungen führen zu einem technologisch bedingten Strukturwandel, der neue Gebäudetypologien bis hin zur Integration von realen und virtuellen Räumen erfordert.

Veranstaltungen

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Astrid Staufer – Umbau in der Lehre

Müssen wir wirklich alles neu machen? Astrid Staufer, Architektin und Professorin an der TU Wien, stellt diese Frage ins Zentrum ihrer Lehre – und macht aus ihr etwas Lustvolles. Anhand von Wiener Abbruchhallen untersucht sie mit den Studierenden schon im Grundkurs, wie aus Bestehendem Neues entstehen kann: künstlerische „Collagen“ statt „Bricolage“ (Gebastel). Mit Thomas Hasler leitet sie zudem das Schweizer Architekturbüro Staufer & Hasler Architekten. Im Gespräch erzählt sie, warum es notwendig ist, heute anders zu bauen, warum man dafür ungeheuer viel Wissen braucht und warum die Schönheit dabei nicht vergessen werden darf. Das Gespräch ist in voller Länge im Podcast Morgenbau anzuhören.

Anne Isopp, nextroom fragt:, 03.11.2026

Verena Konrad – Transformationsverstärkend wirken

Wie thematisieren die Architekturhäuser in Österreich den Einfluss des Bauens auf den Klimawandel? Welche Rolle spielen Ökologie und Nachhaltigkeit in der Architekturvermittlung? Verena Jabkoubek-Konrad leitet seit 2013 das Vorarlberger Architektur Institut (vai). Sie hat sich auch für House Europe! engagiert, eine europäische Bürgerinitiative, die nun in Right to Housing! weiterlebt. Im Gespräch erzählt sie, warum die Klimaanpassung trotz politischer Rückschritte heute dringlicher ist denn je und wie das vai durch Wissensvermittlung die Transformation unterstützen will.

Anne Isopp, nextroom fragt:, 06.10.2026

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